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Montag, Mai 23, 2022

Antidiskriminierungsbüro verzeichnet etwas mehr Fälle

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Das Antidiskriminierungsbüro Sachsen hat voriges Jahr 429 Diskriminierungsfälle bearbeitet. Das sei ein leichter Anstieg nach 411 Fällen im Jahr zuvor, teilte die Beratungsstelle mit. Knapp die Hälfte (45 Prozent) betraf den Angaben nach Menschen, die wegen rassistischer oder ethnischer Zuschreibungen diskriminiert wurden. An zweiter Stelle lag Diskriminierung wegen einer Behinderung (27 Prozent). Die Vereinten Nationen haben den 1. März zum Zero Discrimination Day (Null-Diskriminierungs-Tag) erklärt.

Beim Blick auf einzelne Lebensbereiche kam es am häufigsten am Arbeitsplatz zu solchen Vorfällen (21 Prozent), nach Wohnungsmarkt (15 Prozent) und im Umgang mit Behörden (14 Prozent). Zudem zeigt sich ein starkes Stadt-Land-Gefälle. “Das heißt natürlich nicht, dass auf dem Land weniger diskriminiert wird”, erklärte Geschäftsführerin Sotiria Midelia. Eher deute dies darauf hin, dass das Angebot in den Landkreisen weniger bekannt sei. Ziel sei es, hier in den kommenden Jahren Abhilfe zu schaffen.

Das Antidiskriminierungsbüro sieht sich als zentrale Anlaufstelle für Betroffene von Diskriminierung und wird vom Land Sachsen gefördert. Dabei geht es etwa um Benachteiligungen wegen rassistischer oder ethnischer Zuschreibungen, des Geschlechts, der sexuellen Identität, des Alters, der Religion oder Weltanschauung, aber auch wegen einer Behinderung oder chronischen Krankheit. Die Beratung vor Ort, aber auch per Telefon, E-Mail oder Video ist den Angaben nach kostenlos. Es gibt drei Beratungsstellen in Chemnitz, Leipzig und Dresden.

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