Erste Studie auf dem Pariser Autosalon

Citroën bringt die Ente zurück


12.10.2026 – 08:48 UhrLesedauer: 3 Min.

Retro fürs elektrische Zeitalter: Faltdach und Revolverschaltung erinnern bei Citroëns neuer 2CV-Studie (rechts) an die alte Ente (links). (Quelle: Clément Choulot)

Die Ente stand einst für einfaches und bezahlbares Autofahren. Nun will Citroën dieses Prinzip ins Elektrozeitalter übertragen und nutzt dafür bekannte Formen.

Die Ente wurde als einfaches Auto konstruiert, robust genug für schlechte Wege und praktisch für den Alltag auf dem Land: Der Citroën 2CV sollte sogar einen Korb Eier unbeschadet über holprige Straßen transportieren können. Später wurde daraus ein Auto für Studierende, Pragmatiker und Menschen, denen Fortbewegung wichtiger war als Status. Vom 2CV wurden mehr als fünf Millionen Exemplare gebaut.

Nun holt Citroën diese Idee zurück. Auf dem Pariser Autosalon 2026 zeigt die Marke das 2CV Concept, eine elektrische Neuinterpretation der Ente. Noch handelt es sich um ein Konzeptfahrzeug, nicht um ein Serienmodell. Doch bis 2028 soll der neue 2CV in Serie gehen.

Preisziel: rund 15.000 Euro

Ganz neu und doch typisch Ente: So soll der neue 2CV in spätestens zwei Jahren anrollen. (Quelle: Citroën)

Das geplante Serienmodell soll in Europa produziert werden und rund 15.000 Euro kosten. Damit würde Citroën in einen Bereich vorstoßen, in dem es bislang nur wenige Elektroautos gibt. Denn viele Stromer sind in den vergangenen Jahren größer, schwerer und teurer geworden.

Citroën spricht von einem kleinen Elektroauto, das sich auf das Wesentliche konzentriert. Die Studie ist 3,76 Meter lang und damit sogar etwas kürzer als der historische 2CV. Das Zielgewicht liegt laut Hersteller bei rund einer Tonne. Weniger Gewicht kann eine kleinere Batterie ermöglichen, den Verbrauch senken und die Kosten drücken. Offizielle Angaben zu Akku, Leistung, Verbrauch oder Reichweite nennt der Hersteller bislang aber nicht. In ersten Berichten ist von möglichen 200 bis 300 Kilometern Reichweite die Rede.

Geschrumpft: Die neue Ente ist im Vergleich zum Ur-2CV sogar sieben Zentimeter kürzer. (Quelle: Citroen)

Retro, aber sogar kürzer

Beim Design ist die Nähe zum Original sofort erkennbar. Die neue Ente trägt runde, frei stehende Scheinwerfer, hat eine steile Frontscheibe, eine gewölbte Dachlinie und ein Stofffaltdach. Auch sichtbare Scheibenwischer, einfache Karosserieflächen und abgesetzte Stoßfänger erinnern an den alten 2CV.

Rolldach, schwarze Heckklappe mit großem Doppelwinkel: Die neue Ente spielt kräftig mit Designzitaten. (Quelle: Citroen)

Trotzdem will Citroën keine bloße Kopie bauen. Die Linien sind straffer, die Flächen glatter. Abgesetzte Stoßfänger können laut den Franzosen Reparaturen vereinfachen, flächige Karosserieteile sind weniger aufwendig in der Fertigung. Lufteinlässe unterhalb der Windschutzscheibe erinnern an das Original und sollen ebenfalls dem Prinzip der Einfachheit folgen.

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