Nach zweiter Runde – BVG weist Verdi-Forderungen zurück

Nach zweiter Tarifrunde

BVG: Verdi-Forderungen „sprengen den Rahmen“

29.01.2026 – 17:40 UhrLesedauer: 1 Min.

Verdi verhandelt mit der BVG weiter über bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten (Archivbild): Die zweite Runde endet ohne Ergebnis. (Quelle: Michael Ukas/dpa/dpa-bilder)

Die zweite Tarifrunde zwischen BVG und Gewerkschaft endet ohne Einigung. Drohen Streiks im Nahverkehr?

Die zweite Tarifrunde bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) hat keine Einigung gebracht. „Die Forderungen der Gewerkschaft sind in dieser Größenordnung nicht finanzierbar und sprengen sowohl den Rahmen einer Manteltarifrunde als auch jegliche finanzielle Möglichkeiten des Unternehmens“, teilte die Arbeitgeberseite am Donnerstagnachmittag mit.

„Die BVG will verhandeln und konstruktiv an Verbesserungen arbeiten, auf realistischer Basis“, betonte Personalchefin Jenny Zeller-Grothe. Die Gewerkschaft Verdi äußerte sich zunächst nicht zum Stand der Verhandlungen.

Arbeitskämpfe kündigte die Gewerkschaft bislang nicht an. Warnstreiks im Berliner Nahverkehr sind jedoch jederzeit möglich. In Berlin wird der sogenannte Manteltarifvertrag neu verhandelt. Dieser regelt die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Es geht dabei nicht um mehr Geld.

Verdi fordert unter anderem mehr Urlaubstage, eine Mindestruhezeit zwischen den Schichten von elf Stunden sowie mehr Urlaubsgeld mit Umwandlungsmöglichkeit in freie Tage.

Die BVG gab an, Verdi wolle eine 35-Stunden-Woche durchsetzen. Die Forderungen der Gewerkschaft würden sich auf rund 150 Millionen Euro Personalkosten im Jahr belaufen, hieß es von den Arbeitgebern.

Verdi verhandelt derzeit in allen Bundesländern parallel mit den Verkehrsunternehmen über neue Tarife.

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