Prozess gegen Block
Hat die Hamburger Polizei Fehler gemacht? Kripo-Beamter sagt aus
16.03.2026 – 16:42 UhrLesedauer: 1 Min.
Im Prozess gegen Christina Block ist am Dienstag ein Hamburger Kriminalbeamter als Zeuge geladen. Es ist er 39. Verhandlungstag in diesem aufwendigen Fall.
Der Prozess gegen Christina Block geht am Dienstag in die 39. Runde. Ein Hamburger Kriminalbeamter soll ab 9.30 Uhr aussagen, teilte das Gericht am Montag mit. Weitere Zeugen seien nicht geladen.
Bereits am Verhandlungstag davor mussten sich zwei Kriminalbeamtinnen den Fragen des Gerichts und der Verteidigung stellen. Sie schilderten das Vorgehen der Hamburger Polizei, kurz nachdem sie von den dänischen Beamten über die Entführung der Kinder vom dänischen Wohnort des Vaters informiert wurden. Demnach sei zunächst befürchtet worden, dass Block selbst in Gefahr sein könnte – kontaktiert wurde die Mutter jedoch erst Stunden nach Bekanntwerden der Entführung, wie die Zeuginnen berichteten.
Anwalt Ingo Bott sieht darin ein klares Fehlverhalten der Polizei und macht ihr schwere Vorwürfe. Beide Zeuginnen konnten sich nicht mehr an alle Details aus der Zeit erinnern. Am Dienstag wird nun ein weiterer Kriminalbeamter aus der Hansestadt seine Sicht schildern.
Seit Juli 2025 sitzt die Hamburger Unternehmerin auf der Anklagebank. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, die Entführung ihrer beiden jüngeren Kinder in Silvesternacht 2023/24 in Auftrag gegeben und geplant zu haben. Die 52-Jährige bestreitet die Vorwürfe. Neben ihr ist auch ihr Lebenspartner Gerhard Delling angeklagt, sowie fünf weitere Personen. Bis zur Urteilsverkündung gilt die Unschuldsvermutung.
