
Urlaubsreisen zur Arktisinsel
Grönland: Kreuzfahrt-Riesen äußern sich
15.01.2026 – 10:48 UhrLesedauer: 1 Min.
Grönland ist bei Kreuzfahrt-Urlaubern beliebt – steht aktuell aber im Mittelpunkt internationaler Spannungen. Müssen Touristen jetzt umplanen?
Der Streit um das bei Urlaubern und Kreuzfahrt-Touristen beliebte Grönland spitzt sich weiter zu. US-Präsident Donald Trump erhebt Gebietsansprüche auf die zu Dänemark gehörende Insel. Mehrere Länder, darunter auch Deutschland, schicken Truppen in das Gebiet. Was bedeutet diese Situation für Urlauber?
Eine Anfrage des „Hamburger Abendblatts“ bei mehreren Reedereien ergab: In naher Zukunft müssen sich Kreuzfahrt-Touristen wohl nicht auf Änderungen oder Probleme einstellen.
Aida Cruises, Deutschlands größter Kreuzfahrtkonzern, bietet sowohl 2026 als auch 2027 Reisen nach Grönland an. Daran wird sich laut Antwort des Unternehmens auch nichts ändern. Die jeweils 21-tägigen Reisen von Hamburg nach Island und Grönland sollen wie geplant stattfinden.
Die Reederei Hapag-Lloyd Cruises plant in den Sommermonaten zehn Expeditionsreisen ab 9.790 Euro pro Person. Auch hier sehe man aktuell noch keinen Anlass für Anpassungen der Routen oder der Anläufe in Grönland, erklärte ein Sprecher. Allerdings behalte man die Lage im Blick.
Dem „Hamburger Abendblatt“ erklärte der Hapag-Lloyd-Sprecher, die Planungen für die Sommersaison basierten generell auf fortlaufenden Bewertungen der Lage. Man stehe im engen Austausch mit den zuständigen Behörden, lokalen Partnern sowie den eigenen, internen Sicherheits- und Krisenteams und denen der Gesellschafter Tui AG und Royal Caribbean Group.
Das Auswärtige Amt bewertet die Reisesituation unterdessen nicht als gefährlich. Auf der Homepage wird vor Reisen nach Grönland derzeit nicht gewarnt.