
„Verfehlte Migrationspolitik“?
Nach tödlichem Vorfall: SPD kritisiert die Opposition scharf
09.02.2026 – 18:53 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Fraktionen in der Hamburgischen Bürgerschaft haben den Tod der 18-Jährigen für die Aktuelle Stunde angemeldet. SPD und Grüne werfen der Opposition politische Instrumentalisierung vor.
Der gewaltsame Tod einer 18-Jährigen im U-Bahnhof Wandsbek-Markt hat die Hamburgische Bürgerschaft erreicht. Die Fraktionen von SPD, Grünen, CDU und AfD haben die Tat für die Aktuelle Stunde angemeldet. Ihre Schwerpunkte unterscheiden sich deutlich.
Die AfD besitzt in der Sitzung am Mittwoch das erste Anmelderecht. Sie spricht von einer „schrecklichen Gewaltspirale“ an den Bahnhöfen und „tödlichen Folgen verfehlter Migrationspolitik“. Im Titel der Anmeldung von SPD und Grünen steht dagegen: „Wir trauern mit den Angehörigen und treten der politischen Instrumentalisierung durch AfD und CDU entgegen.“
Die CDU will laut ihrer Anmeldung die „Sicherheit an Bahnhöfen stärken und entschlossen handeln“.
Nach bisherigen Erkenntnissen habe der 25 Jahre alte Südsudanese die ihm unbekannte 18-Jährige mit iranischer Staatsbürgerschaft am Donnerstag vorvergangener Woche gepackt. Er habe sich mit ihr vor einen einfahrenden Zug geworfen. Beide starben noch am Tatort.
Der Mann kam 2024 im Rahmen des humanitären Resettlement-Programms der Bundesregierung nach Deutschland. Er war laut Staatsanwaltschaft bereits zuvor strafrechtlich in Erscheinung getreten.