„Weder möglich noch wünschenswert“

Kritik an Statement zur Causa Ulmen: Oliver Kalkofe wehrt sich


23.03.2026 – 15:19 UhrLesedauer: 3 Min.

Oliver Kalkofe: Er solidarisiert sich mit Collien Fernandes. (Quelle: IMAGO)

Collien Fernandes beschuldigt ihren Ex Christian Ulmen der digitalen Gewalt. Oliver Kalkofe meldete sich zu dem Thema zu Wort – und wurde mit reichlich Kritik konfrontiert.

Nach den schweren Vorwürfen gegen Christian Ulmen melden sich nach und nach Kollegen aus der Medienwelt zu Wort und solidarisieren sich mit Collien Fernandes. Auch Komiker Oliver Kalkofe positionierte sich und schrieb in einem Statement auf X über digitale Gewalt, die auch Ulmen vorgeworfen wird.

Er sei „persönlich sehr bewegt und schockiert“ von der ganzen Geschichte, schrieb Kalkofe. „Egal, wer nun Collien Fernandes diese grausamen Deep-Fake-Demütigungen angetan hat und ganz egal aus welcher Motivation: Es war und ist abscheulich, widerwärtig und ekelerregend. Diese Aktionen gehen weit über angebliche Fetisch-Fantasien und sexuelle Perversionen hinaus“, so der 60-Jährige. Es handle sich um „schwerwiegenden psychischen und emotionalen Missbrauch eines Menschen, um unsichtbare Machtausübung und die emotionale Degradierung des Anderen zur Befriedigung des eigenen gestörten Egos“.

In seinem Beitrag ging Kalkofe außerdem auf die grausigen Möglichkeiten, die mit Künstlicher Intelligenz einhergehen, ein. „Der virtuelle Missbrauch von Menschen
(meist allerdings leider immer noch von Frauen), ist und war niemals ein Kavaliersdelikt, auch wenn manche toxisch verseuchten Eichenhirne das immer noch so empfinden mögen“, betonte er.

Seine Worte kamen allerdings nicht bei jedem gut an. Wenig später schrieb Kalkofe selbst: „Für alle, die sich wundern, was es zu meinem Ulmen-Fernandes-Statement wohl für unangenehme Kommentare geben könnte…“ Dazu postete er Screenshots von Kommentaren.

Darin ist etwa zu lesen: „Wo ist dein Statement zu den hundertfachen realen Vergewaltigungen? Wo? Ich finde nichts!“, „Sie sind eine ziemliche Enttäuschung geworden“ und „Wo ist dein Statement zu Epstein? Wo das zu den Opfern von Massenvergewaltigungen aus den letzten Monaten und Jahren? Heuchler.“ Des Weiteren wurde er als „Staatstreuer Saubermann“ betitelt. „Da reitet einer mutig auf der Empörungswelle“, kommentierte ein anderer.

Daraufhin versuchte Kalkofe, sich zu erklären. Er habe sich eben bewusst entschieden, sich genau zu diesem speziellen Thema etwas zu sagen. „Ein Statement zu Fall X bedeutet dabei nicht, dass man zu den Fällen A bis W oder Y bis Z und darüber hinaus und weit davor keine Meinung hat oder dass man sie gutheißt“, machte er deutlich. Demnach müsse er sich künftig zu allem äußern oder eben zu allem schweigen. „Beides weder möglich noch wünschenswert“, findet Kalkofe.

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