Nach mehr als 100 Jahren
„Können nicht mehr“: Traditionslokal gibt auf
14.10.2026 – 12:07 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein traditionsreiches Gasthaus vor den Toren Bremens macht dicht. Die Betreiber können aus Alters- und Gesundheitsgründen nicht weitermachen. Ein Nachfolger fehlt.
Nach mehr als einem Jahrhundert in Familienhand ist Schluss: Das Gasthaus Gerken in Achim-Uphusen, direkt vor den Toren Bremens, schließt Mitte Oktober 2026. Klaus und Irmgard Gerken verabschieden sich damit aus dem Gastgewerbe, heißt es auf der Internetseite des Betriebs.
Die Entscheidung fällt dem Ehepaar nicht leicht. Doch die Arbeit ist für die beiden inzwischen zu anstrengend geworden. Der „Kreiszeitung“ erklärten sie bereits im Juli: „Wir können nicht mehr.“ Klaus Gerken ist inzwischen 76 Jahre alt, seine Frau Irmgard 77.
Gasthaus Gerken schließt – Nachfolger nicht in Sicht
Bisher ist kein Nachfolger bekannt. Die beiden Töchter des Ehepaars haben andere berufliche Wege eingeschlagen. Im Sommer suchte die Familie deshalb nach jemandem, der das Gasthaus übernehmen könnte. Ob es künftig unter neuer Leitung weitergeht, ist offen.
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Das Gasthaus an der Uphuser Heerstraße 55 war über Jahrzehnte ein beliebter Treffpunkt. Neben dem Restaurant mit gutbürgerlicher Küche gehörten auch Hotelzimmer, ein Festsaal und eine Kegelbahn zum Betrieb. Vereine feierten hier ihre Feste, Kegelclubs kamen regelmäßig zusammen. Auch Blutspendetermine des Roten Kreuzes fanden in den Räumen statt.
Heutige Gaststätte entstand bereits 1909
Die Geschichte der Gastwirtschaft reicht mehr als 200 Jahre zurück. Bereits im 19. Jahrhundert gab es an dem Standort eine Schenke. Das heutige Gasthaus entstand 1909. Vier Jahre später übernahm die Familie Gerken den Betrieb und führte ihn über mehrere Generationen fort.
Mit der Schließung endet nun eine lange Familientradition. Ob das Haus künftig wieder Gäste empfangen wird, hängt davon ab, ob sich noch ein neuer Betreiber findet.
