„Der Markt hat sich gegen uns entwickelt“

Familienunternehmen Endress ist insolvent


06.03.2026 – 11:32 UhrLesedauer: 1 Min.

Rasenmäher (Symbolbild): Die Handelskette für Forst- und Gartentechnik Endress ist zahlungsunfähig. (Quelle: Topdeq/imago-images-bilder)

Der Markt habe sich gegen sie entwickelt, sagt der Seniorchef von Endress. Die Handelskette für Forst- und Gartentechnik ist zahlungsunfähig.

Die Handelskette für Forst- und Gartentechnik Endress ist insolvent. Das berichtet die Stuttgarter Zeitung unter Berufung auf einen Brief des Seniorchefs Ulrich Endress an die Belegschaft. Das Unternehmen mit Sitz in Stuttgart beschäftigt derzeit etwa 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für drei Monate können diese noch mit Insolvenzgeld rechnen.

Endress ist ein Familienunternehmen mit 70-jähriger Firmengeschichte und betreibt rund 20 Verkaufs- und Servicestandorte in Süddeutschland, in denen alles für den heimischen Garten zu erwerben ist: Rasenmäher und Traktoren, Heckenscheren und Motorsägen. Als ausschlaggebend für die Insolvenz gelten der starke Preisdruck durch meist chinesische Billigprodukte und ein schwaches Privatkundengeschäft.

Ein Jahr habe das Unternehmen um seine Existenz gekämpft, erklärt der Seniorchef gegenüber der Stuttgarter Zeitung. Auch Einsparungen und Personalabbau habe die Lage nicht stabilisieren können. „Der Markt hat sich gegen uns entwickelt“, so Endress, „und wegen der Veränderung zur Akku-Technologie werden unsere Service- und Beratungskapazitäten nicht mehr benötigt.“

Wie genau es für Endress und die Belegschaft weitergeht, ist derzeit offen. Die Chancen für eine Teilrettung scheinen groß, so die Stuttgarter Zeitung. Mithilfe des Insolvenzverwalters plant das Unternehmen, möglichst viele ihrer Standorte zu erhalten.

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