Käufer für Insel gesucht

Mysteriöse Villa wird verkauft – Legende inklusive


09.05.2026 – 11:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Für umgerechnet 61 Millionen Euro zu haben: Im US-Bundesstaat Montana steht eine ganze Insel zum Verkauf. (Quelle: IMAGO/ Jam Press/imago)

Die größte Privatinsel im Westen der USA steht zum Verkauf. Um sie ranken sich viele Geschichten und uralte Mythen.

„Yellowstone“-Fans aufgepasst: Wer sich nach Schauen der populären Cowboyserie in die weiten, unberührten Landschaften in Amerikas Nordwesten verliebt hat, kann derzeit eine ganz besondere Immobilie erwerben – das nötige Kleingeld vorausgesetzt. Im US-Bundesstaat Montana steht derzeit eine Insel samt palastähnlicher Villa zum Verkauf, die zu den exklusivsten Immobilienangeboten der USA zu zählen ist: Cromwell Island, eine knapp 350 Hektar große Insel, umringt von dichten Wäldern und den Ausläufern der Rocky Mountains, gelegen im idyllischen Gletschersee Flathead Lake.

72 Millionen Dollar werden für das Eiland derzeit aufgerufen – das sind umgerechnet 61 Millionen Euro. Für diesen stolzen Preis bekommen die Käufer nicht nur fast fünf Kilometer unberührtes Seeufer und dichte Wälder, sondern auch eine vierstöckige Villa, die den Vergleich mit einem Palast nicht scheuen muss.

Fertiggestellt wurde diese jedoch nie. Robert M. Lee, Unternehmer, Abenteurer und Gründer der Luxusmarke „Hunting World“, hatte die Insel Ende der 1980er-Jahre gekauft und kurze Zeit später mit dem Bau der riesigen Villa angefangen. Zehn Jahre lang wurde an dem gigantischen Anwesen gewerkelt, bis Lee und seine Frau Anne ihren Lebensmittelpunkt nach Kalifornien verlagerten. Als Lee schließlich im Jahre 2016 im Alter von 88 Jahren starb, blieb das spektakuläre Bauprojekt unvollendet. Lees Witwe erklärte „Forbes“, dass sie die Insel zunächst habe behalten wollen. Nun habe sie sich aber für einen Verkauf entschieden.

Mit einem Kauf erwerben Interessierte nicht nur einen halb fertigen Palast, eine fast vollständige Gästevilla und eine der größten im Privatbesitz befindlichen Süßwasserinseln im Westen der USA. Zusätzlich zum Anwesen gibt es etwas, was im Verkaufskatalog verschwiegen wird: die Legende um ein Seeungeheuer.

Denn seit mehr als hundert Jahren werden sich Geschichten über ein bis zu rund zwölf Meter langes Seeungeheuer erzählt, das einem gigantischen Aal ähneln soll. Über hundert Sichtungen wurden über die vergangenen 140 Jahre gemeldet, auch heute noch melden regelmäßig Einheimische die Sichtung des Ungeheuers.

Im Jahr 1889 sollen gleich über 100 Passagiere eines auf dem See fahrenden Dampfschiffes ein Wal-ähnliches Wesen bemerkt haben. Nachdem ein Passagier einen Schuss auf das Wesen abfeuerte, so geht zumindest die Geschichte, verschwand das Wesen in den Tiefen des Sees. Mittlerweile haben die Einheimischen auch einen Namen für das Wesen gefunden: Flessie, in Anlehnung an das berühmte Monster von Loch Ness.

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