Mutter täuscht Krebserkrankung vor und kassiert 350.000 Euro

Über Jahre hinweg

Mutter erfindet Krebserkrankung ihres Sohnes – und kassiert

02.02.2026 – 17:37 UhrLesedauer: 1 Min.

Der Schriftzug Staatsanwaltschaft (Symbolbild): Die Tatverdächtige ist vorbestraft. (Quelle: Nadine Weigel/dpa)

Eine 42-Jährige soll über drei Jahre hinweg eine schwere Erkrankung ihres kleinen Sohnes vorgetäuscht haben. Dabei verdiente sie offenbar ein Vermögen.

Die Staatsanwaltschaft Gießen hat eine 42-jährige Frau wegen gewerbsmäßigen Betrugs angeklagt. Sie soll eine Krebserkrankung ihres kleinen Sohnes vorgetäuscht und damit rund 350.000 Euro an Spendengeldern ergaunert haben. Die Taten erstreckten sich laut Anklagebehörde über einen Zeitraum von drei Jahren zwischen September 2021 und Oktober 2024.

Der Anklage liegen umfangreiche Ermittlungen zugrunde. Bei einer Wohnungsdurchsuchung stellten die Ermittler Unterlagen und Datenträger sicher. Zudem wurden zahlreiche Zeugen befragt und Konten ausgewertet.

Das betroffene Kind war zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Taten zwischen fünf und acht Jahre alt. Anfang 2024 nahm das Jugendamt den Jungen in Obhut. Auch gegen den Vater des Kindes wurde zwischenzeitlich ermittelt. Sie wurden aber mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt.

Die Beschuldigte ist laut Staatsanwaltschaft einschlägig vorbestraft. Zu den aktuellen Vorwürfen hat sie sich bislang nicht geäußert. Das Landgericht muss nun über die Zulassung der Anklage entscheiden.

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