Musiker Ken Peplowski tot an Bord von Kreuzfahrtschiff entdeckt

Er erschien nicht zu seinem Auftritt

Jazzmusiker wird tot auf Kreuzfahrtschiff entdeckt


05.02.2026 – 10:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Kreuzfahrtschiff „Celebrity Summit“ (Archivbild): Eine Jazz-Reise endete für einen Künstler mit dem Tod. (Quelle: dbvirago via imago-images.de/imago-images-bilder)

100 Jazzmusiker, viele Auftritte, begeisterte Passagiere: Eine Jazz-Kreuzfahrt verspricht Freude und Unbeschwertheit. Dann wird eine Leiche entdeckt.

Der bekannte Jazzmusiker Ken Peplowski ist tot an Bord eines Kreuzfahrtschiffs entdeckt worden. Peplowski starb am Sonntag im Alter von 66 Jahren, wie Lee Mergner, Manager des Kreuzfahrtunternehmens Signature Cruise Experiences, in einem Blogeintrag schrieb. Mehrere Medien berichteten zudem übereinstimmend über den Tod des Musikers.

Peplowski war an Bord der „Celebrity Summit“. Auf dem Luxusliner fand gerade eine mehrtägige Jazz-Reise durch den Golf von Mexiko statt, an der rund 100 Musiker teilnahmen. Eigentlich sollte Peplowski übereinstimmenden Berichten zufolge am Nachmittag in einem Quartett spielen. Doch er erschien nicht zu dem Auftritt. Michael Lazaroff, Geschäftsführer von Signature Cruises Experiences, sagte laut dem Magazin „People“: „Als Ken nicht zu einem Auftritt um 16 Uhr erschien, wussten wir, dass etwas nicht stimmt.“

Ein Passagier berichtete dem Medium „TMZ“, dass der Musiker nach einer Suchaktion schließlich leblos in seiner Kabine entdeckt worden sei. Die Passagiere seien vor einem Hauptkonzert am Abend über seinen Tod informiert worden. Dem Bericht zufolge ging daraufhin ein Raunen durch den Saal, unter den Passagieren sei die Bestürzung groß gewesen.

Kreuzfahrt-Manager Mergner würdigte Peplowski als humorvoll und mutig. „Er war zweifellos der geistreichste und scharfsinnigste unter all unseren Künstlern“, schrieb er. Zur Todesursache wurden bislang keine Informationen bekannt gegeben. Peplowski litt seit Jahren an einer bösartigen Erkrankung des Knochenmarks.

Der Jazzmusiker wurde laut dem „Downbeat Magazin“ am 23. Mai 1959 in Garfield Heights, Ohio, geboren. Er studierte an der Cleveland State University, bevor er dem Tournee-Orchester von Tommy Dorsey beitrat. 1984 schloss er sich der letzten Band der Klarinettenlegende Benny Goodman als Tenorsaxophonist an und blieb bis zum Tod des Bandleaders im Jahr 1986 Mitglied der Gruppe.

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