Mumienfund in Doppelhaus – 82-Jährige in Verdacht

Behörde wurde stutzig

Mumienfund in Doppelhaus – 82-Jährige in Verdacht


12.02.2026 – 13:09 UhrLesedauer: 1 Min.

Zwiebelturm der Kirche von Ruhmannsfelden (Archivbild): In dem 2.000-Einwohner-Ort lebte die verdächtige 82-Jährige mit ihrer Mutter. (Quelle: imago)

Eine sehr alte Frau bekommt Monat für Monat ihre Rente überwiesen, doch es gibt Unstimmigkeiten. Die Polizei geht einmal nachsehen – und findet eine Mumie.

Die Polizei in Niederbayern verdächtigt eine 82 Jahre alte Frau, jahrelang mit ihrer toten Mutter unter einem Dach gelebt zu haben. Mutmaßlich sei es der 82-Jährigen darum gegangen, die Rentenzahlungen an ihre Mutter weiter einzustreichen, teilten die Beamten am Donnerstag mit. Jetzt wird wegen Betrugs gegen sie ermittelt.

Die Entdeckung machte die Polizei am Donnerstag vor einer Woche (5. Februar). Wie eine Polizeisprecherin t-online sagte, seien den Beamten zuvor Unstimmigkeiten gemeldet worden. Demnach wandte sich eine Behörde mit der Bitte um Überprüfung an die Beamten. Die Mutter der verdächtigen 82-Jährigen wäre inzwischen 103 Jahre alt gewesen.

Im Doppelhaus in Ruhmannsfelden im niederbayerischen Landkreis Regen fanden die Polizisten dann die Leiche der Mutter. Die Tote sei schon so weit mumifiziert gewesen, dass sie nicht mehr gerochen habe, sagte die Polizeisprecherin.

Mittlerweile wurde eine Obduktion vorgenommen. Das Ergebnis: Eine genaue Todesursache konnte zwar nicht mehr festgestellt werden, es liegen aber auch keine Hinweise auf ein Tötungsdelikt vor. Wie lange die Mutter schon tot ist, kann ebenfalls nicht mehr genau bestimmt werden. Die Experten gehen aber davon aus, dass die Frau bereits vor mehreren Jahren gestorben ist.

Die 82-jährige Tochter der Verstorbenen, die bis zuletzt in dem Haus wohnte, begab sich laut Polizei inzwischen selbst in eine Fachklinik.

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