Münchner Sicherheitskonferenz: Reiche erteilt Pistorius Ratschläge

Debatte vor Münchner Sicherheitskonferenz

Reiche legt sich mit Pistorius an

13.02.2026 – 07:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) im Bundestag. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Andreas Gora/imago)

In München beginnt die Sicherheitskonferenz. Es geht nicht allein um Geostrategie, sondern auch um Verteidigungstechnik. Die Wirtschaftsministerin erteilt Ratschläge.

Vor dem Auftakt der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ihren Kabinettskollegen Boris Pistorius (SPD) aufgefordert, mehr in Weltraumtechnik deutscher Firmen zu investieren.

Konkret geht es um Aufträge für deutsche Raketenstarts. „Wir machen Fortschritte bei Launching-Systemen, übrigens auch durch ein Start-up hier aus München, durch Isar Aerospace“, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstagabend auf einer Europakonferenz in München. „Es wäre gut, wenn das Bundesverteidigungsministerium nicht bei Elon Musk Startkapazitäten buchen würde, sondern unsere Start-ups nutzen und fördern würde“, fügte sie hinzu. „Die Norweger zumindest machen das. Kanada ist daran interessiert.“

Die Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich auf Sonderinvestitionen in den Verteidigungsetat von über 100 Milliarden Euro geeinigt. Doch Ökonomen monieren nicht allein die strategische Ausrichtung der Ausgaben an. So rügte der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Moritz Schularick, zuletzt in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: „Wir haben es nicht geschafft, eine Strategie vorzulegen, wie wir das Geld sinnvoll ausgeben und gleichzeitig mehr Sicherheit und europäische Unabhängigkeit, industrielle Impulse und ein technologisches Upgrade hinbekommen.“

„Jetzt haben wir halt Systembrüche. Wir haben dramatische Veränderungen, getrieben durch Rivalitäten, aber auch durch technologischen Druck, durch Abhängigkeiten, die wir neu bearbeiten müssen“, sagte Reiche. „Und da ist es, finde ich, völlig okay zu sagen: ‚Okay, lass uns schauen, was wir neu machen müssen.'“ Am Ende müsse wahrscheinlich jede Partei „ein wenig einzahlen“, damit die Bevölkerung das Gefühl habe, dass es gerecht zugehe, so die Ministerin.

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