Für gewöhnlich fließt die Tränenflüssigkeit über das sogenannte Tränenpünktchen im inneren Augenwinkel ab und wird über die Tränenkanäle in die Nase geleitet. Sind diese jedoch blockiert oder verengt, sammelt sich die Flüssigkeit und fließt schließlich über den Lidrand ab. Ist der Tränenkanal verstopft, können die Augen morgens und zu anderen Tageszeiten tränen. Meist betrifft das Tränen nur ein Auge.
Mit zunehmendem Alter erschlafft die Haut und auch der bindegewebige Halteapparat im Augenbereich. Das kann sich bei älteren Menschen auch an den Augenlidern bemerkbar machen und (nicht nur morgens) zu tränenden Augen führen. Folgende Lidfehlstellungen nehmen im höheren Alter zu:
Häufig treten morgens tränende Augen nur kurzfristig auf und bessern sich rasch von selbst. Bestehen die Beschwerden jedoch über längere Zeit, sollten Betroffene die möglichen Ursachen ärztlich abklären lassen. Das gilt insbesondere, wenn die Beschwerden nur einseitig auftreten oder weitere Symptome wie Schmerzen, Rötungen oder Sehprobleme hinzukommen.
