Mordprozess gegen Raser – Geständnis nach Tod von Hanna (19)

19-Jährige stirbt nach Party

Hanna mit 640 PS totgerast – Geständnis


Aktualisiert am 30.01.2026 – 12:56 UhrLesedauer: 2 Min.

Die beschädigte Windschutzscheibe des Mercedes-AMG: Mit dem 640 PS starken Wagen soll Hanna totgerast worden sein. (Quelle: David Young/dpa)

Ein junger Mann drückt aufs Gas – wenig später verändert sich das Leben zweier Familien komplett. Im Mordprozess räumt der Angeklagte einiges ein – widerspricht aber in einem Punkt deutlich.

Vor dem Landgericht Wuppertal hat am Freitag der Mordprozess gegen einen 25-Jährigen begonnen – mit einem Geständnis. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im Frühjahr des vergangenen Jahres zwei junge Frauen mit seinem 640 PS starken Mercedes-AMG-Sportwagen angefahren zu haben. Die 17-Jährige überlebte, ihre 19 Jahre alte Freundin, Hanna, starb.

Vor Gericht äußerte sich der 25-Jährige ausführlich zu den Vorwürfen. Laut WDR ließ er über seinen Verteidiger eine Erklärung verlesen. Er sei verantwortlich für den Tod der 19-Jährigen. Er habe immer schon auf schnelle Autos gestanden und sei oft viel zu schnell und riskant gefahren. Da dabei nie etwas passiert sei, habe er das Gefühl bekommen, ein guter Fahrer zu sein. Rückblickend habe er sich damit belogen.

Er betonte, niemand könne zu jedem Zeitpunkt die volle Kontrolle über so ein schnelles Auto haben. „Ich habe große Schuld auf mich geladen – ein Mörder bin ich nicht“, hieß es in der Erklärung.

Der Fall hatte Entsetzen und große Bestürzung weit über Remscheid hinaus ausgelöst: Es war die Nacht auf den 1. Mai 2025, als es passierte. Sowohl der Angeklagte als auch die beiden Freundinnen hatten auf einem Feuerwehrfest in Remscheid gefeiert und Alkohol getrunken. Gegen Mitternacht machten sich die jungen Frauen zu Fuß auf den Heimweg – und der 25-Jährige stieg mit 1,46 Promille Alkohol im Blut in seinen AMG-Sportwagen.

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