Soko „Motor“ meldet Ermittlungserfolg
Kirchen-Hausmeister ermordet: neue Details
Aktualisiert am 02.04.2026 – 15:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Zeuge findet einen toten Mann in einem geparkten Auto. Wochenlang fahndet eine Sonderkommission nach dem Täter – jetzt sitzt ein 40-Jähriger in Haft.
Die Polizei hat am Mittwochmorgen in Neuenbürg im baden-württembergischen Enzkreis einen 40-Jährigen wegen Mordverdachts festgenommen. Ein Haftrichter setzte noch am selben Tag den Haftbefehl in Vollzug – der Mann sitzt seither in Untersuchungshaft. Er soll den 41-jährigen Hausmeister einer Kirche getötet haben, dessen Leiche Ende Februar in einem Auto auf einem Parkplatz entdeckt worden war, teilte die Polizei mit.
Bei der Festnahme seien auch Spezialkräfte des Polizeipräsidiums beteiligt gewesen, hieß es. Widerstand habe der Verdächtige nicht geleistet. Zwischen ihm und dem Opfer habe es eine Vorbeziehung gegeben. Wie der 41-Jährige starb, was das Motiv gewesen sein könnte und ob beziehungsweise welche Tatwaffe im Spiel war, ist bislang unklar.
Der Tote war neben seiner Tätigkeit als Hausmeister auch als Gastronom tätig und lebte im westlichen Enzkreis. Eine Obduktion hatte ergeben, dass er gewaltsam gestorben war – vermutlich am Fundort selbst.
Nach dem Leichenfund am 25. Februar hatte die Polizei die Sonderkommission „Motor“ gegründet. Mehrere Dutzend Ermittler hätten seither rund 200 gesicherte Spuren sowie Aufnahmen von Überwachungskameras ausgewertet, so die Behörden. Polizeitaucher hatten dabei die nahegelegene Enz durchsucht. Auch dort seien Gegenstände gefunden worden, hieß es. Deren Zusammenhang mit der Tat sei noch offen. Zusätzlich hatte die Polizei eine Belohnung von bis zu 10.000 Euro ausgesetzt.
Am Tag der Festnahme durchsuchten Ermittler sechs Objekte in Neuenbürg und Pforzheim. In Wohn- und Geschäftsgebäuden stellten sie mögliche Beweismittel sicher, die nun ausgewertet werden. Die Ermittlungen dauern an – Zeugen können der Soko „Motor“ weiterhin anonyme Hinweise zukommen lassen.
