Auf der Karl-Marx-Allee

DDR-Kultlokal kommt zurück: Eröffnungstermin steht fest


04.05.2026 – 15:35 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Mokka-Milch-Eisbar im Jahr 1973 (Archivbild): Die „Mokke“ war zu DDR-Zeiten Kult. (Quelle: H. Blunck via www.imago-images.de/imago)

Die Mokka-Milch-Eisbar war zu DDR-Zeiten eine Legende. Lange stand sie leer, nun wird sie bald wiedereröffnet. Wann es so weit ist und welche Veranstaltungen geplant sind.

Zu DDR-Zeiten war die Mokka-Milch-Eisbar auf der Karl-Marx-Allee sehr beliebt. „Mokke“ nannten die Jugendlichen ihren Treffpunkt. Hier wurde Eis gegessen, Mokka getrunken, getanzt und geflirtet.

Doch in der Wendezeit war es damit vorbei: Das Lokal wurde geschlossen. Später zog das Restaurant Alberts in den gelben Pavillon ein, darunter lag der Nachtclub A-Lounge. Doch 2019 schloss auch dieses Lokal – danach stand das Gebäude jahrelang leer.

Mokka-Milch-Eisbar: Erste Veranstaltungen am 28. Mai

Nach Angaben der neuen Betreiber, Natacha und Alexander Neumann, soll das „Mokka*Milch“ künftig als „Community-Hub“ mit Gastronomie, Veranstaltungen und zeitweisen Coworking-Angeboten genutzt werden. Neben dem Restaurant- und Cafébetrieb finden bereits ab dem 28. Mai Veranstaltungen statt.

Den Auftakt macht am Donnerstag (28. Mai) um 16 Uhr „WertVoll – ein Nachmittag für uns anlässlich des Ehrentags zum 77. Jubiläum des Grundgesetzes“. Bei dem Event sollen die Gäste miteinander über ihre Werte in den Austausch gehen können. Direkt im Anschluss daran findet um 18 Uhr die Veranstaltung „Art Club – Abstrakte Malerei“ statt. Dabei können die Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung ein eigenes abstraktes Werk malen.

Der „Art Club“ ist eine feste Veranstaltung im „Mokka*Milch“, die einmal im Monat stattfindet. Wöchentlich gibt es zudem das „Goofy Golf Gathering“, bei dem man an einem Golfsimulator spielen kann sowie einen Pilates-Kurs. Im Juni stehen mehrere weitere Workshops zu abstrakter Malerei an sowie ein Improvisations-Konzert der beiden Berliner Cellisten Simon Hoffmann und Moritz Ebert.

„Es ist etwas Besonderes, einen Ort wiederzubeleben, der dieser Stadt bereits etwas bedeutet hat. Wir fangen nicht bei null an – wir führen eine Geschichte weiter“, sagt Betreiber Alexander Neumann über die Neueröffnung. „Wir wollen einen Ort schaffen, an dem Menschen nicht nur essen und trinken, sondern Mut finden, Ideen teilen, Neues ausprobieren und Zukunft gemeinsam gestalten – ganz im Sinne des ursprünglichen Geists dieses Hauses.“

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