Ermittlungen laufen

Polizei Mönchengladbach suspendiert Führungstrio

25.04.2026 – 15:30 UhrLesedauer: 1 Min.

Die Staatsanwaltschaft sieht gegen mehrere Polizisten einen Anfangsverdacht für Straftaten. (Quelle: Benjamin Westhoff/dpa/dpa-bilder)

Die Vorwürfe gegen Führungskräfte der Polizei Mönchengladbach wiegen schwer. NRWs Innenminister fordert nun Konsequenzen.

Im Fall des mutmaßlichen Fehlverhaltens von Polizeibeamten in Mönchengladbach hat Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) eine genaue Aufklärung gefordert. „Die Vorwürfe wiegen schwer und werden geprüft. Die Behördenleitung hat das Problem erkannt und direkt Maßnahmen ergriffen. Jetzt muss der Vorgang sorgfältig aufbereitet werden“, erklärte Reul in Düsseldorf.

Die Polizei Mönchengladbach hatte zuvor mitgeteilt, dass drei Führungskräften einer Dienstgruppe unter anderem „grenzüberschreitendes Führungs- und Umgangsverhalten“ und Mobbing vorgeworfen wird. Sie wurden vorläufig vom Dienst suspendiert. Noch gegen weitere Beamte stehen Vorwürfe im Raum. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach ermittelt wegen eines „Anfangsverdachts für Straftaten“ gegen mehrere Beschuldigte.

„Wer sich danebenbenimmt, muss Konsequenzen spüren“, so der Minister weiter. Gleichzeitig dürfe es keine Vorverurteilung geben. „Für mich ist grundsätzlich aber klar: Ich erwarte von allen Polizeibeamtinnen und -beamten jederzeit ein tadelloses Verhalten – auf der Straße wie auch auf der Wache.“ Polizei müsse ein Ort sein, an dem Respekt, Integrität und Vertrauen gelebt würden. „Dafür tragen alle Verantwortung – insbesondere Führungskräfte“, so Reul.

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