Nach Insolvenz

Möbel-Riese Hammer muss Ausverkauf starten

Aktualisiert am 17.03.2026 – 17:11 UhrLesedauer: 1 Min.

Die Handels- und Einrichtungskette Hammer hat nach eigenen Angaben bundesweit 93 Standorte und beschäftigt rund 1.200 Menschen. (Quelle: Max Lametz/dpa/dpa-bilder)

Die Einrichtungskette Hammer ist in Schieflage. Nun startet der Ausverkauf. Fast 1.200 Beschäftigte bangen um ihre Jobs.

Die Einrichtungskette Hammer muss in rund der Hälfte ihrer 87 Fachmärkte einen Räumungsverkauf starten. Wie das „Westfalen-Blatt“ berichtet, sind unter anderem Standorte in Hessen und Nordrhein-Westfalen betroffen.

Die Brüder Schlau Gruppe, zu der Hammer gehörte, hatte im vergangenen Jahr Insolvenz angemeldet. Die daraufhin gegründete Hammer Raumstylisten GmbH befindet sich seit einigen Wochen ebenfalls im vorläufigen Insolvenzverfahren. Ob eine Fortführungslösung gelingt, ist offen. Fast 1.200 Beschäftigte fürchten um ihren Arbeitsplatz.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Meyer erklärte: „Da für rund die Hälfte der Filialen kein Interessent für die Fortsetzung des Hammer-Fachmarkt-Konzepts zur Verfügung steht, muss in diesen Filialen jeweils der Räumungsverkauf eingeleitet werden, um diese Flächen für andere Konzepte freizuziehen.“

Nach Angaben der „Neuen Westfälischen“ und des „Mindener Tageblatts“ sollen 44 der 87 Fachmärkte Ende März oder Anfang April schließen. Auf der Unternehmenshomepage sind für die meisten Standorte Preisnachlässe von bis zu 50 Prozent ausgewiesen – darunter Filialen in Gießen, Bad Hersfeld, Hamm-Bockum-Hövel und im sauerländischen Arnsberg.

Die Insolvenzverwalter hat eigenen Angaben zufolge mehr als 300 potenzielle Investoren angesprochen. Die Resonanz sei verhalten gewesen. Zwei Parteien hätten Interesse, das Unternehmen als Hammer-Fachfilialbetrieb mit reduzierter Filialzahl weiterzuführen. Vier weitere Interessenten wollten die Flächen für eigene Konzepte nutzen und möglicherweise Hammer-Beschäftigte übernehmen.

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