424 Tage verletzt

Werder-Profi Weiser bricht bei Comeback in Tränen aus

13.09.2026 – 09:47 UhrLesedauer: 2 Min.

Mitchell Weiser weint nach seinem Comeback: Der Werder-Profi fehlte mehr als ein Jahr wegen eines Kreuzbandrisses. (Quelle: IMAGO/Nordphoto/Wiegand)

14 Monate lang darf Mitchell Weiser keinen Fußball spielen. Am Samstag steht der Werder-Profi wieder auf dem Platz – an einem für ihn ganz besonderen Ort.

424 Tage hatte Mitchell Weiser auf diesen Moment gewartet. Am 16. Juli 2025 riss er sich im Training das Kreuzband. Nun stand der 32-Jährige endlich wieder in einem Bundesligaspiel auf dem Platz. Und dann auch noch dort, wo seine Karriere einst Fahrt aufgenommen hatte: in Köln. Nach dem 1:1 (0:1) von Werder Bremen beim 1. FC Köln konnte Weiser seine Gefühle kaum verbergen. Vor dem Bremer Fanblock standen ihm die Tränen in den Augen.

Es waren nur wenige Minuten auf dem Rasen, für Weiser aber bedeuteten sie viel mehr. In der 83. Minute wurde der Flügelspieler für Ajax-Leihgabe Youri Regeer eingewechselt. „Ich habe es sehr vermisst, auf dem Platz zu stehen und in einem Stadion mit den Jungs um Punkte zu kämpfen“, sagte Weiser sichtlich bewegt.

Weiser wollte unbedingt in Köln spielen

Dass seine Rückkehr tatsächlich schon in Köln stattfinden würde, war offenbar keineswegs selbstverständlich. Weiser hatte auf diesen Einsatz gedrängt. „Wenn es nach anderen Leuten gegangen wäre, wäre es wohl erst im nächsten Spiel zum Comeback gekommen“, sagte er.

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Doch gerade dieses Spiel wollte er unbedingt erreichen. Der Einsatz bei seinem Jugendklub sei für ihn „das große Ziel“ gewesen. Denn mit Köln verbindet Weiser einen besonderen Moment seiner Karriere: 2012 hatte er im Trikot des FC sein Bundesligadebüt gegeben. Nun schloss sich für ihn dort ein Kreis. „Hier hat alles für mich angefangen, in diesem Stadion. Da ist einfach etwas hochgekommen.“

Die Rückkehr war geschafft – der Weg zurück zu alter Stärke ist es noch nicht. „Ein großer Schritt ist geschafft, aber der Prozess ist noch lange nicht zu Ende“, sagte Weiser. Für die knapp zehn Minuten Spielzeit sei er seinem Trainer Daniel Thioune „sehr dankbar“.

Füllkrug weint mit Weiser

Wie viel Kraft ihn selbst dieser kurze Einsatz kostete, bekam Weiser sofort zu spüren. So stark habe er „sonst nicht mal in 90 Minuten gepumpt“, sagte er. Bei der Ausdauer müsse noch einiges kommen. Doch genau dafür brauche er nun weitere Minuten auf dem Platz. Es gehe „nur über Einsatzzeit“.

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