
Stichprobe
ADAC-Check: So sparen Sie bei der Inspektion Ihres Autos
03.02.2026 – 09:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Mehrere Hundert Euro Unterschied: Was Sie bei der Kontrolle Ihres Autos beachten sollen, was die Entfernung ausmacht und was den ADAC aufhorchen ließ.
Zwischen den Hauptuntersuchungen eines Autos liegt ein langer Zeitraum. Um den Zustand zwischendurch zu prüfen und regelmäßige Wartungen zu erledigen, sind Inspektionen sinnvoll – und teils auch von den Herstellern vorgeschrieben, um etwa Garantieansprüche zu sichern.
Die Kosten können dabei stark variieren, hat der ADAC herausgefunden: In Hamburg, Köln und München hat der Club insgesamt 120 Kostenvoranschläge bei Markenwerkstätten von fünf Herstellern (BMW, Dacia, Hyundai, Mercedes und VW) angefragt. Bei den 94 eingegangenen Antworten variieren die Preise teils deutlich. Ärgerlich: 26 Werkstätten haben überhaupt nicht auf die Anfrage geantwortet.
In 56 Fällen erhielten die Tester einen kalkulierten Kostenvoranschlag, davon waren nur 39 Angebote detailliert und nachvollziehbar aufgeschlüsselt. In 38 Fällen erhielt der ADAC lediglich Pauschalbeträge.
Sparen können Sie auch, wenn Sie weitere Wege nicht scheuen. Denn die ADAC-Stichprobe ergab ebenfalls: Werkstätten, die im Radius von 60 Kilometern um die drei genannten Städte lagen, veranschlagten zum Teil deutlich niedrigere Preise als die gleichen Markenwerkstätten in der Stadt. So könnten Kunden hier teilweise mehrere Hundert Euro sparen.
E-Auto-Fahrer zahlen laut der Stichprobe weniger als Halter vergleichbarer Verbrenner. So waren die Wartungskosten für Verbrenner um mindestens ein Drittel höher als für die vergleichbaren Stromer.
Das entspricht laut ADAC dem realen Aufwand, da E-Autos insgesamt wartungsärmer seien als Verbrenner. Sie haben weniger mechanische Bauteile und damit weniger Verschleißerscheinungen. So fallen etwa Motoröl, Ölfilter oder Zündkerzen weg, die bei Verbrennern regelmäßig gewechselt werden müssten.
Doch bei fast der Hälfte der Werkstätten, die eine detaillierte Kostenaufstellung für Stromer und Verbrenner lieferten, lagen die kalkulierten Stundensätze für Arbeiten an E-Autos höher als bei den Verbrennern. Im Durchschnitt betrug dem ADAC zufolge dieser „Elektro-Aufschlag“ circa 17 Prozent. Der Club legt Wert auf die Feststellung, dass sich das technisch nicht begründen lasse. Bleibt also: Auch hier sollten Sie möglichst detaillierte Kostenvoranschläge einholen, Posten vergleichen und bei Unklarheiten nachfragen.