Einbruchsaison
Dieser Trick verrät Einbrechern, wann Wohnungen leer stehen
Aktualisiert am 13.10.2026 – 08:58 UhrLesedauer: 1 Min.
Mit dem Herbst beginnt die Hochsaison für Wohnungseinbrüche. Die Hamburger Polizei warnt jetzt vor einer Methode, die Bewohner leicht übersehen.
Kleine Fäden oder Plastikschnipsel an der Haustür können ein Zeichen für eine bevorstehende Einbruchsvorbereitung sein. Die Hamburger Polizei warnt aktuell vor dieser Masche. Kriminelle befestigen demnach solche Markierungen zwischen Türzarge und Türblatt, um zu prüfen, ob Bewohner längere Zeit abwesend sind.
Die Methode funktioniert so: Kehren die potenziellen Einbrecher nach einigen Tagen zurück und der Faden ist noch intakt, wissen sie, dass niemand die Tür geöffnet habe. Sei er beschädigt oder fehle der Plastikschnipsel, schlössen sie daraus, dass das Haus bewohnt sei. Weil solche Markierungen leicht für Schmutz gehalten werden könnten, fielen sie auf den ersten Blick oft nicht auf, so die Polizei.
Wer Spuren entdeckt, soll die Polizei rufen
Wer entsprechende Spuren an seiner Tür entdeckt, solle sich laut Polizei Hamburg dringend beim Hinweistelefon unter der Nummer 040 4286-56789 melden. Hinweise nehme auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Neben Klebefäden und Plastikschnipseln nutzen Einbrecher noch weitere Methoden zur Abwesenheitskontrolle: Sie legen etwa Stöckchen oder Steine mittig auf Eingangsstufen, sodass Bewohner diese in der Regel wegräumen. Auch ein voller Briefkasten oder dauerhaft leere Mülltonnen können Hinweise auf eine längere Abwesenheit geben.
Die Polizei empfiehlt, die Haustür auch bei kurzer Abwesenheit vollständig abzuschließen und Fenster sowie Balkon- und Terrassentüren beim Verlassen des Hauses zu schließen. Ersatzschlüssel sollten nicht außerhalb der Wohnung aufbewahrt werden. Bei einem verlorenen Schlüssel rät die Polizei, das Schloss möglichst schnell auszutauschen, insbesondere wenn am Schlüsselbund ein Hinweis auf die Adresse vorhanden war.
