Team berät über Anregungen zur Rettung

Minister ordnet Salz-Check beim Wal an


05.04.2026 – 12:59 UhrLesedauer: 2 Min.

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Wal „Timmy“ erregt seit Tagen Aufsehen. (Quelle: t-online)

Bürgerinnen und Bürger wollen, dass der vor der Insel Poel gestrandete Buckelwal nicht aufgegeben wird. Jetzt deutet Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister an, dass er ihnen zuhört.

Der in der Wismarbucht vor der Insel Poel gestrandete Buckelwal soll nach Ostern von Experten begutachtet werden. Aber auch schon davor soll es weitere Untersuchungen geben. „Um den Gesundheitszustand des Wales einschätzen zu können, habe ich angewiesen, das Wasser vor Ort auf seinen Salzgehalt zu überprüfen“, erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Sonntag.

Es sei bekannt, dass das wenig salzhaltige Wasser der Ostsee dem Tier bereits schwer geschadet habe. „Wir brauchen aber verlässliche Daten, und die wollen wir heute gewinnen“, sagte der Minister weiter.

Am Nachmittag wolle sich Backhaus erneut ein Bild von der Lage auf der Insel Poel machen, teilte sein Ministerium mit. Dort sollten dann auch Wasserproben untersucht werden.

Was aus den Untersuchungen folgen könnte, ist noch unklar. Ob ein weiterer Rettungsversuch des eigentlich bereits aufgegebenen Wales zumindest theoretisch in Betracht kommen könnte, sagte Backhaus nicht.

In den vergangenen Tagen hatten immer wieder Bürgerinnen und Bürger die Wiederaufnahme von Rettungsaktionen gefordert, vor Ort gab es Demonstrationen. Am Sonntag sagte Backhaus dazu, die Anteilnahme an dem Schicksal des Tieres nehme nicht ab: „Immer wieder erreichen uns Anregungen und Hinweise, wie dem Wal vielleicht geholfen werden könnte.“

Er versichere: „Diese Hinweise – sofern sie ernst zu nehmen sind, werden von unserem Team beraten und geprüft.“ Dabei spiele der Tierschutz eine wesentliche Rolle: „Schließlich wollen wir alle dasselbe“, erklärte Backhaus. „Wir wollen dem Wal helfen, so gut wir können – nach bestem Wissen und Gewissen.“

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