
Sechs Kilogramm Goldschmuck weg
Millionencoup in Einkaufszentrum
19.01.2026 – 17:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Spektakulärer Überfall im Ruhrgebiet: Mit einem Kleinwagen brechen Diebe ein Einkaufszentrum auf – und machen blitzschnell eine mutmaßliche Millionenbeute.
Innerhalb von nur anderthalb Stunden haben Diebe zwei Juweliergeschäfte in der Duisburger Innenstadt überfallen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, gingen die Einbrecher im ersten Fall leer aus – dafür wird die Beute im zweiten Fall auf einen erheblichen Betrag geschätzt.
Zuerst hatten Unbekannte in der Nacht zum Sonntag die Schaufensterscheibe eines Juweliers auf der Königstraße beschädigt. Weil die Ware durch eine zusätzliche Sicherheitsverglasung gesichert war, gelangten die Täter jedoch nicht an den Schmuck.
Rund 90 Minuten später schrillte erneut eine Alarmanlage: Ganz in der Nähe vom ersten Tatort krachten die Täter gegen 4.30 Uhr mit einem blauen Opel Corsa durch die Glasfront des Einkaufszentrums Forum. Dann fuhren sie mit dem Kleinwagen vor ein Juweliergeschäft im Erdgeschoss, setzten noch einmal zurück – und rammten mit dem Auto die Tür des Ladens auf.
Anschließend räumten übereinstimmenden Medienberichten zufolge fünf mit Brechstangen sowie einer Axt bewaffnete Männer mehrere Vitrinen aus. Wie sowohl die „Rheinische Post“ als auch die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf den Juwelier berichteten, stahlen sie insgesamt rund sechs Kilogramm Goldschmuck: Ringe, Ketten, Armbänder.
Nach nur etwas mehr als zwei Minuten traten die Einbrecher voll beladen die Flucht an. Den Corsa ließen sie zurück. Allein der Materialwert der Beute soll sich nach Angaben des bestohlenen Juweliers auf fast eine Million Euro belaufen. Die Polizei hat bisher noch keine Angaben zu der Schadenshöhe und der Beute gemacht.
Jetzt prüfen die Beamten, ob die Täter in beiden Fällen dieselben waren. „Noch in der Nacht sicherten Beamtinnen und Beamte der Kriminalpolizei an den Tatorten Spuren“, teilte die Polizei Duisburg mit. Auch der blaue Corsa, an dem gestohlene Kennzeichen befestigt waren, werde akribisch untersucht.
Der vom Einbruch ins Einkaufszentrum betroffene Juwelier zeigte sich derweil überzeugt, dass Profis am Werk waren. „Die wussten genau, was sie tun“, sagte er der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“: „Sie sind sich beim Einbruch nicht in die Quere gekommen, sie hatten das richtige Werkzeug dabei und auch entsprechend große Tüten.“