Kolumbien
Militärflugzeug mit mehr als 120 Passagieren stürzt ab
Aktualisiert am 23.03.2026 – 19:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Flugzeug der kolumbianischen Luftwaffe startet. Kurz darauf kommt es zu einem Unglück: Der Flieger stürzt ab. An Bord waren mehr als 120 Menschen.
In Kolumbien ist am Montag ein Militärflugzeug kurz nach dem Start abgestürzt. Das bestätigte der kolumbianische Verteidigungsminister Pedro Sánchez auf der Plattform X. An Bord befanden sich nach Angaben des Luftwaffenkommandeurs General Carlos Fernando Silva 114 Passagiere sowie 11 Besatzungsmitglieder. 67 Menschen seien lokalen Berichten zufolge bislang gerettet worden.
Die Maschine vom Typ Hercules war in Puerto Leguizamo im Süden des Landes mit Truppen der kolumbianischen Luftwaffe gestartet, berichtete die Zeitung „El Meridiano“ auf X unter Berufung auf Verteidigungsminister Sánchez. Der Flughafen liegt nahe der Grenze zu Peru.
Wie die kolumbianische Zeitung „El Tiempo“ berichtete, soll das Flugzeug auf dem Weg nach Bogotá gewesen sein. „Offenbar im Rahmen eines Truppenwechsels“, zitierte das Blatt eine Quelle. In Tagua, wenige Kilometer vom Startflughafen entfernt, sei die Maschine dann abgestürzt.
Laut Minister Sánchez befinden sich bereits Militäreinheiten am Ort des „tragischen Unfalls“. Die Unglücksursache sei noch nicht bekannt. Man habe alle Protokolle zur Betreuung der Opfer aktiviert, so der Verteidigungsminister.
Auf Videos in den sozialen Netzwerken sind dunkler Rauch und Flammen an der Absturzstelle zu sehen. Neben Militärs und Feuerwehrkräften sieht man auch zahlreiche Menschen in ziviler Kleidung am Unglücksort. Laut einem Polizeisprecher soll auch die Bevölkerung vor Ort bei den Rettungsarbeiten helfen.
Verteidigungsminister Sánchez sprach den Angehörigen sein Beileid aus: „Es ist ein zutiefst schmerzhaftes Ereignis für das Land. Mögen unsere Gebete den Schmerz begleiten und zumindest ein wenig lindern.“
In Bolivien war Ende Februar ebenfalls ein Hercules-Transportflugzeug abgestürzt. Mindestens 24 Menschen kamen dabei ums Leben.
