Nicht der Fettgehalt ist entscheidend

So gelingt Ihnen leicht der perfekte Milchschaum


Aktualisiert am 05.09.2026 – 07:27 UhrLesedauer: 4 Min.

Latte Macchiato: Mit einem guten Milchschaum schmeckt diese Kaffeespezialität besonders gut. (Quelle: Angela Kotsell/getty-images-bilder)

Cremiger Milchschaum für Cappuccino und Latte macchiato ist kein Hexenwerk. Worauf es bei der Zubereitung wirklich ankommt, überrascht viele Kaffeeliebhaber.

Vollmilch, fettarme oder H-Milch, mit welchem Produkt gelingt der Milchschaum am besten – oder kommt es nur auf die Zubereitung an?

Auf die Milch kommt es nicht an

Welche Milch Sie dafür verwenden, ist dabei nicht wichtig. Aus Vollmilch, fettarmer und laktosefreier Milch sowie fettarmer Biomilch lässt sich gleichermaßen feinporiger Schaum herstellen. Der Fettgehalt ist eher für den Geschmack ausschlaggebend. Je höher dieser ist, desto vollmundiger schmeckt der Milchschaum.

Info
Der perfekte Milchschaum ist cremig, feinporig und sämig. Er verbindet sich beim Trinken mit dem Kaffee und sollte daher nicht zu fest sein. Steifer Milchschaum schwimmt auf dem Getränk und geht keine Verbindung mit diesem ein. Er bleibt nach dem Trinken in der Tasse kleben, anstatt den Geschmack des Kaffees zu vollenden.

Wichtig für einen guten Milchschaum ist der Eiweißgehalt. Das ist vor allem bei Milchalternativen aus Soja, Hafer oder Mandel schnell sichtbar. Sie enthalten – im Vergleich zu Kuhmilch – weniger Eiweiß und lassen sich daher schlechter aufschäumen.

Achtung
Milchalternativen aus Reis oder Kokosnuss schäumen schlecht. Der Schaum fällt schnell in sich zusammen und ist oft zu wässrig.

Wie entsteht Milchschaum?

Milch besteht aus Wasser, Fetten und Eiweißen sowie Emulgatoren, die alle Inhaltsstoffe homogen zusammenhalten. Wird die Milch erhitzt, lösen sich diese Verbindungen leicht. Sie sollte daher nicht über 40 Grad erwärmt werden. Sonst kann das in der Milch enthaltene Eiweiß gerinnen. Und der Schaum wird nicht gelingen.

Durch die Hilfsmittel wie die Drüse oder der Quirl können kleine Luftbläschen mit in die durch die Wärme gelockerten Verbindungen eingebracht werden. Das Eiweiß umschließt diese, sodass sich eine feste Verbindung bildet.

Tipp
Mit H-Milch können Sie sich leichter Milchschaum herstellen, da ihre Eiweiße bereits denaturiert sind.

So gelingt Ihnen der cremige Milchschaum selbst

Bei der Zubereitung des Schaums sollten Sie dennoch einige Kniffe beachten. Vor dem Erhitzen sollte die Milch gut gekühlt sein. Milch, die schon einmal auf dem Herd stand oder aufgeschäumt wurde, lässt sich nicht erneut schäumen. Wichtig ist es auch, die Milch nicht zu heiß werden zu lassen. So wird der Schaum angenehm süß und er erhält die gewünschte Cremigkeit. Ab einer Temperatur ab 70 Grad fällt der Schaum wieder in sich zusammen – oder, wenn der Schaum zu stark erkaltet.

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