US-Wahlen

Weidel: „Ausmaß der Niederlage ist bemerkenswert“


Aktualisiert am 04.11.2026 – 10:44 UhrLesedauer: 2 Min.

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Alice Weidel: Ein gebrochenes Versprechen falle dem US-Präsidenten jetzt auf die Füße, sagt die AfD-Chefin. (Quelle: IMAGO/Chris Emil Janssen/imago)

Donald Trump und die Republikaner wurden bei den Wahlen in den USA abgestraft. AfD-Chefin Alice Weidel sieht dafür vor allem einen Grund.

AfD-Chefin Alice Weidel sieht speziell ein gebrochenes Wahlversprechen von Donald Trump als Grund für die Wahlschlappe der Republikaner bei den Midterms in den USA. „Trump hatte seinen Wählern versprochen, keine interventionistische Außenpolitik zu betreiben“, sagte Weidel t-online am Mittwoch. „Dieses gebrochene Versprechen ist den Republikanern nun auf die Füße gefallen.“

Dass die Präsidentenpartei in den USA die Midterms verliere, sei nicht ungewöhnlich, sagte Weidel weiter. „Das Ausmaß der Niederlage der Republikaner ist allerdings bemerkenswert und vor allem mit den verheerenden Folgen des Iran-Krieges zu erklären.“ Es sei auch im Interesse Europas und Deutschlands, wenn dieser Krieg, ebenso wie der in der Ukraine, so schnell wie möglich beendet werde.

Die AfD ist eng mit Trumps MAGA-Bewegung in den USA verbündet. In Wahlkämpfen hat sie sich immer wieder von ihr unterstützen lassen. Im Bundestagswahlkampf 2025 trat Weidel in einem Stream mit Trump-Unterstützer und Tech-Milliardär Elon Musk auf und schaltete ihn als Ehrengast auf einer Parteiveranstaltung zu. Zur US-Außenpolitik äußerten sich AfD-Funktionäre, darunter auch Weidel, allerdings bereits in der Vergangenheit kritisch.

In einer deutlichen Abrechnung mit der Politik von Präsident Donald Trump haben US-Wähler bei den sogenannten Midterms den Demokraten die volle Kontrolle über den Kongress übertragen. Trumps Republikaner haben ihre Mehrheit nicht nur im Repräsentantenhaus, sondern auch im Senat verloren – was noch vor wenigen Monaten als wenig wahrscheinlich galt.

Die Abstimmung wurde zu einem Referendum über Trump, den Amerikaner unter anderem für steigende Preise verantwortlich machen. Die Demokraten feierten auch historische Erfolge in Bundesstaaten, in denen sie zum Teil über Jahrzehnte nicht gewinnen konnten.

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