Treiberkonflikt

Windows-Updates lassen Computer abstürzen


16.07.2026 – 13:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Windows-Fehlerbildschirm (Systembild): Betroffene Geräte fahren automatisch herunter. (Quelle: Pixsell/imago)

Manche Windows-Rechner können nach den Juli-Updates unerwartet heiß werden oder sich abschalten. Ein Zeichen im System verrät, ob Nutzer aktiv werden sollten.

Microsoft hat die Verteilung seines jüngsten Windows-Updates an bestimmte Dell-Computer vorerst gestoppt. Auf einigen Geräten kann das Update Störungen hervorrufen. Nach Angaben von Microsoft können betroffene Rechner unerwartet herunterfahren, langsamer arbeiten, sich stärker erhitzen und den Akku schneller entladen.

Betroffen sind ausschließlich Computer mit den Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2, auf denen ein bestimmter Intel-Treiber läuft. Systeme mit Windows 10 oder Windows Server sind demnach nicht betroffen. Dieser Treiber steuert, wie der Prozessor mit Strom und Wärme umgeht.

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Ob ein Gerät betroffen ist, lässt sich im Geräte-Manager von Windows erkennen: Dort erscheint ein gelbes Ausrufezeichen neben dem Eintrag „Intel Innovation Platform Framework Processor Participant“.

Ursache liegt in einer neuen Windows-Funktion

Auslöser sei eine Unverträglichkeit zwischen dem Intel-Treiber und einer neuen Windows-Schnittstelle für USB-C-Verbindungen, teilt Microsoft mit. Diese Schnittstelle kam mit einem Vorschau-Update vom 23. Juni (KB5095093) hinzu. Weil das reguläre Sicherheitsupdate vom Juli (KB5101650) dieselbe Änderung enthält, kann das Problem auch darüber auf die Geräte gelangen.

Um weitere Fälle zu vermeiden, bietet Microsoft das Juli-Update auf den betroffenen Dell-Geräten vorerst nicht an. Der Konzern arbeite mit Dell an einer Lösung und wolle sie in den kommenden Tagen bereitstellen. Eine fertige Korrektur steht bislang aus.

Folgen für betroffene Nutzer

Wer ein betroffenes Dell-Gerät nutzt, erhält das Juli-Update vorerst nicht. Damit fehlen auf dem Rechner zunächst auch die darin enthaltenen Sicherheitskorrekturen. Microsoft rät davon ab, das Update von Hand über den Update-Katalog zu erzwingen, weil das die Sperre umgeht und der Fehler dann erneut auftreten kann.

Zeigt der Geräte-Manager das gelbe Ausrufezeichen und wurde eines der genannten Updates installiert, gilt der Treiberkonflikt als wahrscheinliche Ursache für Abschaltungen oder Hitzeprobleme. Wer das Vorschau-Update bereits installiert hat und Probleme bemerkt, kann es über die Windows-Einstellungen unter „Windows Update“ und „Updateverlauf“ wieder entfernen, bis die Korrektur bereitsteht.

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