WM 2026 – Mexiko im Team-Steckbrief

Bis aufs Blut unter Druck


Aktualisiert am 11.06.2026 – 10:28 UhrLesedauer: 6 Min.

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Mexikos Trainer Javier Aguirre, blutüberströmt nach den Tumulten rund um das Gold-Cup-Spiel gegen Honduras im vergangenen Juli. (Quelle: IMAGO/Jose Luis Melgarejo/imago)

Mexiko ist Co-Gastgeber der WM 2026 – aber steht schon in der Gruppenphase unter Druck. Gerade im eigenen Land will Mexiko nicht erneut auf halber Strecke scheitern.

Mexiko sieht der großen Party des Weltfußballs mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Erwartung ist groß, aber ohne die Qualifikation fehlt eine klare Standortbestimmung. Trainer Javier Aguirre soll das Team stabilisieren, nachdem es bei vergangenen Turnieren oft Unruhe im Kader und im Verband gegeben hatte.

Was den Trainer zuversichtlich stimmt: In Pflichtspielen liefert „El Tri“ unter ihm vor allem dann, wenn der Druck steigt – wie beim Triumph im Gold Cup letzten Sommer. Gleichzeitig bleibt die Suche nach einer verlässlichen Offensive und klaren Abläufen das zentrale Thema.

Aguirre und sein Team sind zum Siegen fast verdammt. Mexiko ächzt unter Kartellkriminalität, Drogen- und Menschenhandel, wirtschaftlichen Problemen und dem wachsenden Druck durch die Trump-Regierung in den USA, die kaum ein gutes Haar an Mexiko lässt. Die Mexikaner sehnen sich nach einer erfolgreichen WM als Co-Gastgeber, so etwas wie ein „Sommermärchen“, das Deutschland 2006 erlebte. Wenn „El Tri“ das gelingt, werden sie als Helden gefeiert werden. Wenn nicht, wird die Stimmung sehr rasch kippen.

So hat sich Mexiko für die Weltmeisterschaft qualifiziert

Als Co-Gastgeber ist die mexikanische Nationalmannschaft automatisch bei der WM 2026 dabei und musste folglich nicht durch die Qualifikation. In acht Testspielen im Kalenderjahr gelang nur ein einziger Sieg (1:0 gegen die Türkei). Drei Partien gingen verloren. Dafür überzeugte man beim Gold Cup, wo man durch einen 2:1-Finalsieg über Erzrivale USA triumphierte.

Das sind Mexikos Gegner bei der WM 2026

Co-Gastgeber Mexiko ist als Gruppenkopf in der Vorrunde der WM 2026 gesetzt. In der Gruppe A geht es gegen folgende Gegner.

Südafrika – 11. Juni, 21 Uhr (MEZ), in Mexico City: Südafrika tritt als physisch robustes Team auf, das vor allem auf Tempo und Umschaltmomente setzt. Für Mexiko wird es im WM-Eröffnungsspiel entscheidend sein, das Zentrum zu kontrollieren und frühe Ballverluste zu vermeiden. In der Vergangenheit lag hier eine Schwachstelle von „El Tri“.

Südkorea – 19. Juni, 1 Uhr (MEZ), in Guadalajara: Nicht nur die deutsche Nationalmannschaft weiß spätestens seit dem schmerzhaften WM-Aus 2018: Südkorea ist ein unangenehmer Gegner, gerade bei Weltmeisterschaften. Das Team verteidigt kompakt, ist laufstark und diszipliniert und sucht schnelle Angriffe über die Flügel. Vor den Kontern der Asiaten muss sich Mexiko höllisch in Acht nehmen.

Bei der Fußball-WM 2018 in Russland verlor Deutschland gegen Südkorea. (Quelle: Ina Fassbender/dpa/dpa)

Tschechien – 25. Juni, 1 Uhr, in Mexico City: Die tschechische Nationalmannschaft hat sich nach 20 Jahren Abstinenz erstmals wieder für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. In einem dramatischen Play-off-Finale gegen Dänemark setzte sich das Team von Trainer Miroslav Koubek mit 3:1 im Elfmeterschießen durch. Zuvor hatte Tschechien in der Gruppenphase den zweiten Platz hinter Kroatien belegt und im Play-off-Halbfinale Irland bezwungen. Angeführt von Kapitän Tomáš Souček und Torjäger Patrik Schick überzeugt die Mannschaft aktuell durch eine starke Physis und defensive Disziplin.

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