„Er ist motiviert“

Trotz U-Haft: Marius Borg Høiby sucht einen Job


05.10.2026 – 14:28 UhrLesedauer: 2 Min.

Marius Borg Høiby: Er hat keine abgeschlossene Berufsausbildung. (Quelle: Chris Jackson/Getty Images)

Marius Borg Høiby sitzt seine Untersuchungshaft derzeit mit Fußfessel auf Gut Skaugum ab. Gleichzeitig plant er einen beruflichen Neustart.

Nachdem er die polizeilichen Bedingungen für eine reguläre Entlassung abgelehnt hat, bleibt Marius Borg Høiby zunächst weiter in Untersuchungshaft. Nach Angaben seines Anwalts will er sich in den kommenden Wochen sogar um einen Job bemühen.

Alexander Greaker sagte der norwegischen Zeitung „Dagbladet“: „Høiby nimmt eine weitere Untersuchungshaft von vier Wochen hin. Er ist motiviert, mit der Arbeit anzufangen, und wird diese Zeit nutzen, um ein konkretes Stellenangebot zu bekommen.“

Marius Borg Høiby hat keine abgeschlossene Berufsausbildung

Der berufliche Werdegang des 29-Jährigen verlief bislang holprig. Ein Wirtschaftsstudium brach er ab, danach folgten verschiedene Stationen in der Modebranche. Zuletzt soll er als Mechaniker in einer Motorradwerkstatt gearbeitet haben. Eine abgeschlossene Ausbildung besitzt er bisher nicht. Welche berufliche Richtung er nun einschlagen möchte, ist noch nicht bekannt.

Marius Borg Høiby ist der älteste Sohn von Königin Mette-Marit. Ihm wurde unter anderem Misshandlung und Vergewaltigung vorgeworfen. Ein Osloer Gericht verurteilte ihn zu einer vierjährigen Haftstrafe, gegen die er jedoch Berufung einlegte. Diese wurde bewilligt, der Prozess vor dem Berufungsgericht Borgarting soll am 9. Februar 2027 beginnen. Für das Verfahren wurden vorläufig 16 Prozesstage angesetzt.

Bis zum Beginn des Berufungsverfahrens bleibt Høiby in Untersuchungshaft, die er seit dem 13. Juli 2026 mit einer Fußfessel auf dem Anwesen seiner Eltern absitzt. Im September hatte er sich beim Staatsbegräbnis von König Harald V. erstmals seit Monaten wieder öffentlich gezeigt.

Im Zuge seiner neuen Strategie wechselte Høiby auch sein Anwaltsteam. Er trennte sich von Ellen Holager Andenæs und Petar Sekulic und engagierte stattdessen Alexander Greaker und Daniel Storrvik. Die beiden neuen Verteidiger erklärten: „Jetzt bringen wir eine neue Perspektive ein und haben die Möglichkeit, eine neue Strategie zu entwickeln. Das werden wir auch tun.“

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