Mette-Marit gibt Interview
„Ich wusste nicht, dass er ein Sexualverbrecher war“
Aktualisiert am 20.03.2026 – 08:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Ihre Freundschaft mit Jeffrey Epstein hat Norwegens Kronprinzessin in Bedrängnis gebracht. Jetzt geht Mette-Marit mit einem Fernsehinterview in die Offensive.
Den Tränen nahe und mit zitternder Stimme hat Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit in einem Fernsehinterview ihr Schweigen über ihre Freundschaft mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gebrochen.
„Ich wünschte, ich hätte ihn niemals getroffen“, sagte sie dem Sender NRK. Mette-Marit und Epstein sollen über Jahre Kontakt gehabt und sich über viele private Dinge ausgetauscht haben – auch nachdem der US-Amerikaner bereits zum ersten Mal verurteilt worden war. „Ich wusste nicht, dass er ein Sexualverbrecher war“, sagte die 52-Jährige NRK. Sie habe sich von Epstein „manipulieren und täuschen“ lassen.
Bislang hatte sich Mette-Marit nur schriftlich zu ihrem engen Kontakt mit Epstein geäußert, der durch die Veröffentlichungen in dem Fall ans Licht gekommen war. Der Name der Frau von Norwegens Kronprinz Haakon taucht Hunderte Male in den Akten zu dem Fall auf. Das löste über Norwegen hinweg große Kritik aus. Seit Wochen gibt es Forderungen, Mette-Marit müsse sich ausführlich zu ihren Verbindungen äußern.
Der Hof begründete die fehlende Stellungnahme mit der Gesundheit der Kronprinzessin: Mette-Marit leidet an einer chronischen Lungenkrankheit. Auch der Vergewaltigungs-Prozess gegen ihren ältesten Sohn Marius Borg Høiby dürfte die Kronprinzessin belastet haben. Dieser endete am Donnerstag vorerst, ein Urteil wird erst in einigen Monaten erwartet.
„Ich bin die Mutter eines jungen Mannes, der sich in einer sehr schwierigen Situation befunden hat“, sagte Mette-Marit NRK. „Außerdem ist mein Gesundheitszustand so, dass ich sehr viel Ruhe brauche. Und dieser Zustand hat sich noch etwas verschlechtert.“
