Mette-Marit, Marius und Epstein: Jetzt wird es existenziell

Skandal um Mette-Marit

Jetzt wird es existenziell


Aktualisiert am 09.02.2026 – 18:25 UhrLesedauer: 4 Min.

Marius Borg Høiby und Kronprinzessin Mette-Marit: Beide machen derzeit Negativschlagzeilen. (Quelle: Lise Aserud/NTB Scanpix)

Der Prozess gegen ihren Sohn und der Epstein-Kontakt setzen Kronprinzessin Mette-Marit massiv unter Druck. Königshausexpertin Leontine von Schmettow erklärt, warum Norwegens Monarchie jetzt vor einem riesigen Problem steht.

Es ist ein Einschnitt von außergewöhnlicher Tragweite. Der Prozess gegen Marius Borg Høiby setzt das norwegische Königshaus massiv unter Druck. „Ein Mitglied der königlichen Familie vor Gericht, das hat es in der Geschichte der norwegischen Monarchie noch nie gegeben und ist für das Königshaus, das lange Zeit als unantastbar galt, eine schwere Belastungsprobe“, sagt ARD-Königshausexpertin Leontine von Schmettow im Gespräch mit t-online.

Formal ist Høiby eine Privatperson, ohne Titel, ohne offizielle Rolle. In der öffentlichen Wahrnehmung spielt diese Unterscheidung jedoch kaum eine Rolle. „Auch wenn Marius Borg Høiby Privatperson und nicht offizielles Mitglied der Königsfamilie ist, fällt der Prozess natürlich trotzdem auf die norwegische Monarchie zurück“, so von Schmettow.

Besonders brisant ist das zeitliche Zusammentreffen beider Affären. Während der Prozess gegen Mette-Marits Sohn läuft, rücken neue Details über ihren früheren Kontakt zu Jeffrey Epstein in den Fokus. „Die Parallelität beider Skandale, der Prozess gegen Kronprinzessin Mette-Marits Sohn und ihr Kontakt zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey-Epstein, hat das Königshaus in eine schwere Vertrauenskrise gestürzt“, sagt die Expertin. Für sie ist die Bewertung eindeutig. „In meinen Augen wiegt der Skandal rund um Mette-Marit und Epstein noch schwerer, weil sie als Kronprinzessin zum Inner Circle der Königsfamilie gehört.“ Die Verantwortung der künftigen Königin sei eine andere als die eines Familienmitglieds ohne offizielles Amt.

Anfang Februar 2026 entschuldigte sich Mette-Marit öffentlich beim Königspaar und bei der Bevölkerung. Für von Schmettow ist das notwendig, aber nicht ausreichend. „Meiner Meinung nach muss Mette-Marit sehr deutlich Reue zeigen in Bezug auf ihren Kontakt mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.“ Ein Verweis auf Unwissenheit greife nicht mehr. „Sie kann sich auch nicht damit herausreden, sie habe das Ausmaß seiner Handlungen nicht gekannt. Spätestens jetzt weiß sie es und muss sich deswegen klarer positionieren.“ Entscheidend sei nun Transparenz. „Außerdem muss die Kronprinzessin Klarheit schaffen: Wie eng war der Kontakt? Wo haben sie sich getroffen? Waren die Kinder des Kronprinzenpaares dabei? Wer wusste davon? All diese Fragen müssen beantwortet werden.“

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