Nach 19 Jahren Schirmherrschaft

Dachorganisation für Frauenrechte wendet sich von Mette-Marit ab


Aktualisiert am 29.03.2026 – 12:38 UhrLesedauer: 2 Min.

Mette-Marit von Norwegen: Sie stand mit Jeffrey Epstein in Kontakt. (Quelle: IMAGO/PPE/imago)

Fast zwei Jahrzehnte lang war Mette-Marit Schirmherrin der Organisation Fokus. Nun zieht der Verband Konsequenzen.

Die Frauenrechtsdachorganisation Fokus hat die Zusammenarbeit mit Mette-Marit beendet. Seit 2006 war die norwegische Kronprinzessin Schirmherrin des Verbands. Doch nun ist Schluss. Der Auslöser für die Entscheidung ist mutmaßlich die Debatte um ihre früheren Kontakte zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

Die 1995 gegründete Organisation zählt 45 Mitgliedsverbände, die sich für Frauenrechte in Afrika und Lateinamerika einsetzen. In einer Stellungnahme auf ihrer Webseite erklärte Fokus, die Entscheidung sei nach sorgfältiger Abwägung der Rahmenbedingungen für ihre Arbeit gefallen und mit „Respekt vor allen Beteiligten“ getroffen worden.

Fokus ist dabei nicht die erste Organisation, die sich von der norwegischen Kronprinzessin distanziert. Mehrere Institutionen, für die sie als Schirmherrin tätig war, haben die Kooperation in den vergangenen Wochen ebenfalls beendet oder pausiert.

Hintergrund der Distanzierungen sind Berichte über Mette-Marits Kontakte zu Epstein zwischen 2011 und 2014. Dieser Zeitraum wird besonders kritisch bewertet, weil Epstein zu jener Zeit bereits als verurteilter Sexualstraftäter galt. Er hatte zuvor eine Haftstrafe wegen der Prostitution Minderjähriger verbüßt. Die Kronprinzessin traf ihn mehrfach in privatem Rahmen, unter anderem in seinem Haus in New York und in seiner Villa auf St. Barths.

Mette-Marit äußerte sich in einem Interview mit dem norwegischen Sender NRK zu dem Thema. Sie erklärte, die Verbindung zu Epstein zu bedauern und nichts von seinen Taten gewusst zu haben. Er habe sie „manipuliert“ und „getäuscht“.

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