Himmelsphänomen
Meteorit schlägt in Haus ein – Feuerball über Frankfurt gesehen
Aktualisiert am 09.03.2026 – 18:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Keine Verletzte, aber viele Notrufe: Am Sonntag zog ein leuchtender Feuerball über den Himmel Hessens. Worum es sich dabei handelte.
Ein Meteorit ist am Sonntagabend in Koblenz in ein Hausdach eingeschlagen. Der Feuerball war zuvor über weiten Teilen Mitteleuropas zu sehen – auch über Frankfurt beobachteten zahlreiche Menschen die ungewöhnliche Himmelserscheinung.
Der Einschlag ereignete sich kurz vor 19 Uhr in Koblenz. Nach Angaben des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz entstand dabei ein etwa fußballgroßes Loch im Dach eines Wohnhauses. Ein Teil des Meteoriten durchschlug das Dach und landete anschließend in einem Schlafzimmer.
Verletzt wurde niemand. Nach Angaben der Feuerwehr befanden sich zwar Menschen im Gebäude, jedoch nicht in dem betroffenen Raum.
Zuvor hatten viele Menschen in Hessen den hell leuchtenden Feuerball am Himmel gesehen. Bei der Polizei gingen zahlreiche Anrufe besorgter Bürger ein. Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Westhessen berichtete von einem „ziemlich heftigen Anruferaufkommen“.
Wohl aus Angst filmten viele Menschen die ungewöhnliche Sichtung und stellten ihre Funde ins Netz. Der Meteorit wurde auch in anderen Teilen Deutschlands gesichtet, wie ein Video auf der Plattform X (ehem. Twitter) zeigt:
Der Feuerball war nach Einschätzung von Experten mehrere Sekunden lang sichtbar. Er zog einen glühenden Schweif hinter sich her, bevor er mehrfach hell aufleuchtete und schließlich zerbarst.
Die Erscheinung war nicht nur in Deutschland zu sehen. Nach Angaben der „American Meteor Society“ meldeten auch Menschen in Frankreich, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden und der Schweiz Sichtungen des Feuerballs.
Fachleute gehen davon aus, dass der Meteorit aus dem Südwesten kam und beim Eintritt in die Atmosphäre zerbrach. Teile des Gesteins könnten dabei auf die Erde gefallen sein – wie offenbar in Koblenz.
Nach Einschätzung von Experten könnte der ursprüngliche Meteorit beim Eintritt in die Atmosphäre mehr als einen Meter groß gewesen sein. Ereignisse dieser Größenordnung kommen weltweit im Schnitt nur etwa alle ein bis zwei Jahre vor.
