Wenig genutzt
Meta streicht Nachrichtenfunktion bei Instagram
17.03.2026 – 13:14 UhrLesedauer: 1 Min.
Meta schafft eine Sicherheitsfunktion bei seinem Fotodienst Instagram ab: verschlüsselte Direktnachrichten. Als Grund gibt der Konzern ein geringes Interesse an.
Instagram beendet die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Direktnachrichten. Das berichtet das US-Magazin „The Verge“ unter Berufung auf eine Stellungnahme des Mutterkonzerns Meta. Demnach werde die Funktion ab dem 8. Mai nicht mehr unterstützt. Nutzer würden bereits in der App informiert.
Eine Meta-Sprecherin habe erklärt, dass nur „sehr wenige“ Menschen die verschlüsselten Chats genutzt hätten, heißt es. Bevor die Funktion entfernt werde, sollten Anwender ihre bisherigen Chats und in Nachrichten geteilte Bilder sichern. Wer weiterhin verschlüsselt kommunizieren wolle, solle auf WhatsApp ausweichen, heißt es. Der Messenger gehört auch zu Meta.
Meta hatte die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Instagram erst 2023 eingeführt. Sie stellt sicher, dass Nachrichten nur von den beteiligten Personen gelesen werden können. Nicht einmal Instagram selbst kann darauf zugreifen. Anwender mussten die Verschlüsselung für jeden Chat einzeln einstellen.
Verschlüsselte Nachrichten gibt es bereits seit Längerem bei WhatsApp und auch beim Facebook Messenger. Mit der Einführung auf Instagram wollte Meta den Schutz privater Kommunikation auf seinen Diensten weiter ausbauen.
Laut „The Verge“ fordern Behörden weltweit strengere Regeln für Online-Plattformen. Kritiker argumentierten, dass verschlüsselte Nachrichten es erschwerten, strafrechtliche Inhalte zu erkennen und zu melden.
Ein Generalstaatsanwalt in den USA habe einen Antrag eingereicht, Meta zu verbieten, verschlüsselte Chats für Minderjährige anzubieten. Auch in Großbritannien gebe es Diskussionen über mögliche Zugriffe auf verschlüsselte Daten, heißt es.
