„Ich werde jemanden töten“

Messer-Attentäter ersticht Fliehenden


15.03.2026Lesedauer: 2 Min.

Der tödlichen Messerattacke in Linz waren ein Streit und eine Amokdrohung vorausgegangen. (Quelle: Fotokerschi / Werner Kerschbaumm/APA/dpa/dpa-bilder)

Ein 34-Jähriger kündigt seiner Frau eine Amoktat an, dann geht er auf Passanten los. Ein Mann stürzt zu Boden – und der Angreifer sticht erbarmungslos zu.

In Linz hat ein 34 Jahre alter Mann Passanten mit einem Messer attackiert. Ein 26-Jähriger starb, ein 24-Jähriger wurde schwer verletzt. Dabei soll der Täter „Scheiß Moslems“ gerufen haben, berichtete die „Kronen-Zeitung“.

Nach der Attacke vom frühen Samstagabend hat die österreichische Polizei am Sonntag neue Details zur Tat veröffentlicht. Demnach hatte der 34-Jährige seiner Frau zuvor einen Amoklauf angekündigt. „Ich werde jemanden töten“, soll er laut ORF gesagt haben. Das Motiv für den angekündigten Amoklauf sei aber nicht politisch gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei.

Die Frau alarmierte am Samstag die Polizei, es begann eine Fahndung nach dem 34-Jährigen. Doch noch bevor die Beamten den Mann finden konnten, griff er an.

Wie die Polizei mitteilte, soll er zunächst gegen 17 Uhr einen unbekannten Autofahrer angepöbelt haben. Drei junge Männer afghanischer Herkunft hätten dies mitbekommen und den 34-Jährigen zurechtgewiesen.

Anschließend seien die drei zu einem Friseur gegangen. Als sie wieder aus dem Salon herauskamen, lauerte der 34-Jährige den Beamten zufolge schon auf sie: Gegen 17.45 Uhr soll er von hinten einem 24-Jährigen aus der Gruppe in den Hals gestochen haben.

Die anderen beiden Afghanen flohen. Als der 26-Jährige stürzte, habe der Angreifer ihn zunächst mit Fußtritten gegen den Kopf und danach mit Messerstichen in den Oberkörper attackiert, teilte die Polizei weiter mit.

Sowohl der 24-Jährige als auch der 26-Jährige wurden in Linzer Krankenhäuser gebracht. Der 26-Jährige starb laut der „Kronen-Zeitung“ zufolge im Schockraum des Kepler Uniklinikums.

Der 34-Jährige wurde festgenommen. Die Tatwaffe habe er noch bei sich getragen, berichtete der ORF. Der Mann soll am Sonntag weiter befragt werden.

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