Merz plant Personalrochade mit Jens Spahn

Schwaches Erscheinungsbild der Union

Merz erwägt wohl Personal-Coup

17.01.2026 – 08:47 UhrLesedauer: 2 Min.

Bundeskanzler Friedrich Merz (links) und sein Fraktionschef Jens Spahn arbeiten im Regierungsalltag nicht effizient zusammen. (Archivbild) (Quelle: Katharina Kausche/dpa/dpa-bilder)

Kanzler Friedrich Merz kommt im Amt nur schleppend in Tritt. Nicht nur die Unionsfraktion schwächelt. Nun will der CDU-Chef das Personal neu sortieren.

Weitere personelle Wechsel könnten folgen. Im Zentrum der Personal-Rochade steht nach Recherchen des Magazins „Der Spiegel“ Unions-Fraktionschef Jens Spahn (CDU).

„Der Kanzler wisse, dass der Fraktionschef über ein erhebliches ‚Destruktionspotenzial‘ verfüge“, berichtet das Magazin über eine Runde des sogenannten Anden-Pakts, ein Karrierezirkel aus JU-Tagen um Friedrich Merz und andere Unionsgrößen wie Roland Koch. Demnach habe Merz eingesehen, dass es im Regierungshandwerk knirscht.

Nun erwägt der Kanzler nach Angaben des „Spiegel“ ein Revirement.

Merz hat bei der Personalrochade aber ein zeitliches Problem. Im März sind Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Frei kommt aus Baden-Württemberg, Verkehrsminister Schnieder aus Rheinland-Pfalz. Unruhe in den Landesverbänden mitten im Wahlkampf kommt aber nicht gut.

Gerade in Mainz wird ein möglicher Personalwechsel brisant. CDU-Spitzenkandidat dort ist Gordon Schnieder, Bruder des bei Merz in Ungnade gefallenen Bundesverkehrsministers.

Rheinland-Pfalz als politische Konkursmasse kommt nicht gut in der heißen Phase des Wahlkampfs.

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