
Social Media für Jugendliche
Leserumfrage: Mehrheit spricht sich für ein Verbot aus
04.02.2026 – 15:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Wie Australien will auch Spanien ein Verbot sozialer Medien für Jugendliche durchsetzen. t-online-Leser sprechen sich in einer Umfrage für ein solches Verbot auch hierzulande aus.
Eine Altersgrenze für Instagram, TikTok oder YouTube: Spanien will ein Verbot sozialer Medien für Jugendliche. Australien hat es schon. Dort dürfen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren keine eigenen Konten bei diesen Diensten mehr besitzen.
Generationenforscher und Psychologe Rüdiger Maas forderte im t-online-Interview ein solches Verbot auch für Deutschland, und zwar mit einer strikten Altersgrenze ab 18 Jahren. Sein Argument: Erst danach besitzen Menschen laut Maas die Fähigkeit, den süchtig machenden Mechanismen der Portale zu widerstehen.
Die t-online-Redaktion wollte wissen, was die Leser davon halten. Ist ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche hierzulande sinnvoll?
In einer nicht repräsentativen Umfrage würden von 7.569 Teilnehmern (Stand: 4. Februar, 14 Uhr) 5.674 ein solches Verbot begrüßen. Das ist mit knapp 75 Prozent ein eindeutiges Ergebnis. Nur sechs Prozent stimmten der Meinung von Maas nicht zu, ein Verbot sozialer Medien bis 18 Jahren einzuführen.
Für ein Verbot bis 16 Jahren wie in Australien sprechen sich 1.374 Umfrageteilnehmer aus. Das sind knapp 18 Prozent aller Stimmen. Nur 0,9 Prozent haben zu diesem auch hierzulande viel diskutierten Thema keine Meinung.
24 Prozent waren gegen diese Regulierung, zehn Prozent der Umfrageteilnehmer war es egal. Sechs Prozent machten keine Angaben oder wussten den Angaben zufolge nicht, wie sie sich positionieren sollten.
In Australien dürfen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren seit dem 10. Dezember keine eigenen Konten mehr auf vielen großen Social-Media-Plattformen besitzen. Betroffen sind zehn Dienste, darunter Instagram, TikTok, Snapchat, Facebook, YouTube, X, Reddit und Twitch. Das höchst kontroverse Gesetz war bereits Ende 2024 verabschiedet worden.