
Überraschende Umfrage
Mehrheit der Deutschen rät CDU zu Merkel-Kurs
17.02.2026 – 00:01 UhrLesedauer: 2 Min.
CDU-Chef Friedrich Merz hat den liberalen Kurs seiner Vorgängerin Angela Merkel immer kritisiert. Doch eine Mehrheit der Deutschen wünscht sich genau das.
Die CDU wäre bei Wahlen mit einem Mitte-Kurs wie zu Zeiten Angela Merkels erfolgreicher. Das sagen 54 Prozent der Deutschen, wie eine Forsa-Umfrage für den „stern“ ergab. 32 Prozent denken hingegen, dass die Partei mit einem konservativeren Kurs unter dem jetzigen Vorsitzenden Friedrich Merz Stimmen gewinnen kann. 14 Prozent äußern sich nicht. Am Freitag wird Angela Merkel zu ersten Mal seit ihrer Regierungszeit an einem CDU-Parteitag teilnehmen.
Die heutigen CDU/CSU-Wähler stehen zu 60 Prozent an der Seite von Merz. Nur 34 Prozent bevorzugen einen Merkel-Kurs. Anders ist das Bild bei denjenigen, die sich seit der letzten Bundestagswahl von der Union abgewandt haben: Von ihnen glauben nur 38 Prozent, dass die Partei mit einem eher konservativeren Kurs Stimmen gewinnen würde, 50 Prozent halten eine Orientierung an der politischen Mitte für erfolgversprechender.
Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den Geschlechtern: Frauen empfehlen der CDU zu 61 Prozent einen Merkel-Kurs, Männer dagegen nur zu 40 Prozent. Sie setzen zu 46 Prozent auf eine Merz-Ausrichtung, Frauen nur zu 24 Prozent. Auffällig ist zudem, dass die jüngeren Generationen besonders stark einen Mitte-Kurs bevorzugen, die 18- bis 29-Jährigen zu 68 Prozent und die 30- bis 44-Jährigen zu 63 Prozent.
Für die Umfrage befragte das Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa am 12. und 13. Februar 1.001 Personen. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei drei Prozentpunkten. Damit ist die Umfrage repräsentativ. Die Fragestellung lautete: „Wenn Sie einmal an die CDU denken: Mit welchem Kurs kann die CDU Ihrer Meinung nach bei Wahlen mehr Stimmen gewinnen: Mit einem eher konservativen Kurs wie unter dem jetzigen Parteivorsitzenden Friedrich Merz oder eher mit einem Kurs der politischen Mitte wie unter der früheren Parteivorsitzenden Angela Merkel?“