Mehrere Verletzte – Hunderte evakuiert

Rettungsaktion mit Hubschrauber

Seilbahn-Unglück in den Alpen – mehrere Verletzte


Aktualisiert am 30.12.2025 – 16:06 UhrLesedauer: 2 Min.

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Aufnahmen aus einem Hubschrauber zeigen den Einsatz in den italienischen Alpen. (Quelle: t-online)

In einem Wintersportgebiet kracht eine Seilbahn gegen eine Barriere der Bergstation. Mehrere Menschen werden verletzt. Hubschrauber rücken aus.

Bei einem Seilbahn-Unglück in den italienischen Alpen sind am Dienstag mehrere Menschen verletzt worden. Wie der italienische Rundfunk Rai berichtete, prallte gegen 11.30 Uhr eine Gondel am Berg Monte Moro in Macugnaga an der italienisch-schweizerischen Grenze gegen eine Barriere der Bergstation. Unter den Verletzten ist dem Bericht zufolge auch ein Kind.

Wie die Bergwacht mitteilte, seien mindestens vier Menschen verletzt worden. Sie wurden sofort mit einem Hubschrauber von der in 2.800 Metern Höhe gelegenen Bergstation ins Tal gebracht. Die Seilbahn stellte ihren Betrieb ein – rund 100 Skifahrer und Wanderer saßen fest. Schrittweise wurden sie per Helikopter in Sicherheit gebracht, die Aktion zog sich über Stunden hin.

Erst gegen 15.30 Uhr gab die Feuerwehr über die Plattform X Entwarnung: Alle Menschen seien sicher ins Tal gebracht worden. Die Skipisten blieben bis auf Weiteres geschlossen. Zahlreiche Kräfte der Feuerwehr waren im Einsatz.

Der Chef des Seilbahnbetreibers Macugnaga Trasporti e Servizi, Filippo Besozzi, sagte der Zeitung „Corriede della Sera“, der Unfall sei durch ein technisches Problem verursacht worden, aufgrund dessen die Kabine beim Einfahren in die Station nicht ausreichend abgebremst habe und deshalb gegen die Barriere geprallt sei.

Die betroffene Seilbahn stammt ursprünglich aus dem Jahr 1962, war jedoch Anfang 2023 umfassend modernisiert worden. Dabei wurden unter anderem Motoren, Rollen und auch die Kabinen ausgetauscht. Die Sanierung kostete nach Angaben der Behörden rund zwei Millionen Euro.

Das Skigebiet Macugnaga gilt bei Wintersportlern als beliebt. Der 2.870 Meter hohe Moro-Pass ist mit zwei Großkabinen-Seilbahnen erreichbar. Das Gebiet zieht neben Skifahrern auch Bergwanderer an.

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