Max Verstappens Red-Bull-Team reagiert auf Schummel-Verdacht

Formel-1-Schlupfloch gefunden?

„Hintergrundrauschen“: Red Bull reagiert auf Schummel-Verdacht


16.01.2026 – 18:32 UhrLesedauer: 2 Min.

Der neue Red-Bull-Bolide für 2026: Mit diesem Wagen will der Rennstall um den WM-Titel mitfahren. (Quelle: Red Bull Content Pool)

Im März beginnt die neue Formel-1-Saison mit komplett neuem Reglement. Bereits jetzt wird Red Bull Schummelei vorgeworfen. Der Rennstall reagiert.

Red Bull hat auf die massiven Schummel-Vorwürfe reagiert, die Ferrari, Honda und Audi gegen das Team von Max Verstappen erheben. „Ich weiß, dass darüber in den Medien sehr viel berichtet wird. Ich werde mich daher lieber zurückhalten – auch, weil die Diskussionen noch nicht abgeschlossen sind“, erklärte Ben Hodgkinson, der Technische Direktor und Mitentwickler des neuen Motors, gegenüber dem „Motorsport Magazin“.

Red Bull, aber auch Mercedes stehen in der Kritik, weil sie ein Schlupfloch im neu überarbeiteten Motoren-Reglement gefunden haben sollen. Es geht um das Verdichtungsverhältnis der Zylinder im neuen Motor. Es ist das Längenverhältnis, das im Zylinder bemessen wird, wenn der Kolben unten und oben ist. Dieses Verhältnis entsteht, während der Motor arbeitet, und darf im neuen Regelwerk bei 16:1 liegen. Bisher lag es bei 18:1.

Die Krux: Das Verhältnis wird von der Fia im statischen Zustand abgenommen. Mercedes und Red Bull sollen aber Motorenteile entwickelt haben, die sich im Rennen ausdehnen und wieder ein Verdichtungsverhältnis von 18:1 zulassen. Ein Vorteil von bis zu 15 PS wird befürchtet, was pro Runde drei Zehntelsekunden ausmachen könnte – ein riesiger Vorteil in der Motorsport-Königsklasse.

Zu den Vorwürfen ergänzte Hodgkinson, dass es keinen Interpretationsspielraum gebe: „Die Vorschrift zum Verdichtungsverhältnis besagt, dass es bei Umgebungstemperatur gemessen wird.“ Er lässt daher weiterhin Raum für Spekulationen und fügte an, dass er überrascht wäre, wenn nicht jedes Team einen Vorteil suche und möglichst nah an die 15,999 beim Verdichtungsverhältnis kommen wolle.

„Ich denke, einige Motorenhersteller sind nervös, dass bei bestimmten Teams möglicherweise clevere Ingenieurslösungen im Spiel sind“, führte Hodgkinson aus und bezeichnete die Spekulationen um den vermeintlichen Trick als „Hintergrundrauschen“.

Die ersten Erkenntnisse werden alle Teams bereits in wenigen Tagen haben. Vom 26. bis 30. Januar testet die Motorsport-Königsklasse unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona.

Aktie.
Die mobile Version verlassen