
Klare Worte wegen Fall Upamecano
„Abschaffen“: Matthias Sammer über Berater im Fußball
03.02.2026 – 14:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Bleibt er oder geht er? Diese Frage stellte sich beim FC Bayern lange im Fall Dayot Upamecano. Eine entscheidende Rolle dabei dürften seine Berater spielen.
Die Hängepartie um Dayot Upamecano hat viele Fans und Verantwortliche des FC Bayern verärgert. Erst zog sich der Poker um Millionen über Monate. Dann ließ der Verteidiger eine Frist für eine vorzeitige Verlängerung verstreichen. Nun steht doch eine Unterschrift im Raum: ein Vertrag bis 2030 mit einem Jahresgehalt von 20 Millionen Euro und rund 20 Millionen Euro Handgeld.
In München wird seit Tagen diskutiert, wie es zu dieser Entwicklung kommen konnte. Bayern-Patron Uli Hoeneß hatte die Berater des 27-Jährigen scharf kritisiert. Die Frage steht im Raum, ob sie für das Vertragstheater verantwortlich sind.
Nun meldet sich auch Matthias Sammer zu Wort. Der frühere Bayern-Profi und heutige BVB-Berater geht noch weiter. Im Sky-Talk „Sammer & Basile – Der Hagedorn Talk“ forderte er drastische Konsequenzen.
Auf die Frage von Moderator Riccardo Basile, ob Spieler ohne Berater auskommen sollten, antwortete Sammer klar: „Ja, ich würde sie abschaffen. Erstens verdienen sie zu viel Geld. Zweitens sind sie unnötig und drittens schafft das keine Konstellation, die gut ist zwischen Spieler und Verein. Das ist nicht gut.“
Sammer erläuterte seine Haltung weiter und schilderte seine Sicht auf Vertragsverhandlungen. Er sagte: „Da sitzt ein Sportvorstand, ein Sportdirektor, mit einem Berater zusammen. Sie sprechen mit der wichtigsten Person (gemeint ist der Spieler – d. Red.), die ist möglicherweise gar nicht dabei.“ Und weiter: „Der, der das aber aushandelt (gemeint Berater) verdient das Dreifache vom Jahresgehalt von dem, der hier sitzt (gemeint Sportvorstand). Das ist doch schon mal krank.“