
Haugen vor Comeback?
1860 kann gegen Aachen auf den Maskenmann hoffen
30.01.2026 – 19:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit Mitte Dezember fehlt Sigurd Haugen den „Löwen“ wegen eines Kieferbruchs. Nun könnte der Torjäger zurückkehren – mit einer Spezialmaske, die an eine Filmfigur erinnert.
Die Fans von 1860 München können im Heimspiel am Samstag (Anpfiff: 14 Uhr) gegen Alemannia Aachen auf eine Rückkehr von Sigurd Haugen hoffen. Nachdem der Toptorjäger der „Löwen“ (sieben Saisontore) unter der Woche ins Mannschaftstraining zurückgekehrt war, wollte Trainer Markus Kauczinski auf der Pressekonferenz am Freitag ein Comeback zumindest nicht ausschließen.
„Das weiß ich noch nicht“, antwortete der 55-Jährige auf die Frage, ob Haugen denn schon ein Kandidat für einen Kaderplatz gegen Aachen sei. „Das ist am Ende noch nicht entschieden. Ich lasse die Dinge noch auf mich wirken.“ Bei der Aufzählung der Profis, die sicher fehlen werden – namentlich Max Christiansen, Tunay Deniz, Sean Dulic, Samuel Althaus, Jesper Verlaat, Manuel Pfeiffer und Florian Niederlechner –, nannte er Haugen aber zumindest nicht.
Der Angreifer hatte sich Mitte Dezember beim 2:1-Auswärtssieg im Oberbayern-Derby der 3. Liga gegen den FC Ingolstadt den Kiefer gebrochen. Am Mittwoch kehrte Haugen dann auf den Rasen zurück. Mit einer Spezialmaske, die ein wenig an den fiktiven Charakter Hannibal Lecter aus dem Filmklassiker „Das Schweigen der Lämmer“ erinnert. Im Training nahm er noch eine Sonderrolle ein, wurde in Zweikämpfen von seinen Teamkollegen verschont.
Das dürfte bei einem Einsatz gegen die Alemannia anders sein. „Man kann nicht erwarten, dass jemand Rücksicht auf einen nimmt“, sagte Kauczinski. „Von daher müssen wir uns das gut überlegen, ob wir etwas Verrücktes machen oder dementsprechend nicht.“ Komplett zusammengewachsen sei Haugens Kiefer noch nicht. Man werde noch länger auf Röntgenbildern sehen, dass da ein Bruch war. „Drei, vier, fünf Monate – vielleicht auch ein Leben lang.“
Daher sei der 28-Jährige auch gut beraten, sich schnell an seine Maske zu gewöhnen. Denn diese werde ihn die nächste Zeit begleiten. Es sei nicht absehbar, wie lange Haugen die Maske tragen muss, erklärte Kauczinski. „Weil die Stelle immer noch etwas empfindlicher, sensibler sein wird. Je eher er sich dran gewöhnt, umso besser.“ Vor allem die Sicht sei durch die Maske eingeschränkt. Dennoch habe sich der frühere Junioren-Nationalspieler im Training „ganz gut angestellt“.
In erster Linie sei er froh, dass Haugen wieder mit den anderen auf dem Platz stehe, sagte sein Coach. Auch, weil seiner Mannschaft nach zwei Unentschieden zum Rückrundenauftakt gegen Rot-Weiss Essen und den VfL Osnabrück wegweisende Wochen bevorstehen. Für die „Löwen“ geht es darum, den Anschluss an die Aufstiegsplätze nicht zu verlieren. Aktuell beträgt der Rückstand auf den dritten Platz sechs Zähler.