
Kein „Sweet Caroline“
Söder verzichtet beim Adventskonzert aufs Singen
16.12.2025 – 04:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Prominente Gäste beim Adventskonzert des Ministerpräsidenten: Markus Söder hält sich dieses Mal musikalisch zurück. Ein 81-jähriger Fußball-Weltmeister sorgt für Lacher.
Die Regensburger Domspatzen, Haindling, Claudia Koreck, die Staatsphilharmonie Nürnberg – und Florian Silbereisen: Zum ersten Adventskonzert des bayerischen Ministerpräsidenten hat Markus Söder aufgeboten, was Bayern musikalisch und kulturell zu bieten hat. Er selbst blieb bei der Veranstaltung im Münchner Cuvilliéstheater allerdings musikalisch zurückhaltend.
Söder, dessen Wiederwahl als CSU-Chef am Wochenende mit seinem bislang schlechtesten Ergebnis von 83,6 Prozent vielen als empfindlicher Dämpfer galt, sang nicht und überließ die Bühne sogar seinem Parteikollegen und Staatskanzleichef Florian Herrmann. Der las aus der Weihnachtsgeschichte „Heilige Nacht“ von Ludwig Thoma.
Nur für ein kurzes Gespräch mit Moderator Silbereisen betrat der Ministerpräsident die Bühne – jener Söder, der zum Oktoberfest mit seiner Interpretation des Wiesn-Hits „Sweet Caroline“ für Schlagzeilen gesorgt hatte. Dort sagte er, er wünsche sich an den Feiertagen trotz schwieriger Weltlage „ein bisschen Optimismus, ein bisschen Hoffnung“ und verriet, dass er früher an Weihnachten gern das Lego-Spielzeug seiner Kinder aufgebaut habe.
Als das Nürnberger Christkind Söder bei der Bemerkung anschaute, es trage seinen berühmten Prolog gern älteren Menschen vor, die ihn bei der Eröffnung des Christkindlesmarktes nicht selbst haben anschauen können, beeilte der 58 Jahre alte Regierungschef sich zu betonen: „Ich hab’s gesehen.“ Später stimmte er dann mit ein, als das ganze Theater aufgefordert wurde, zum Finale „O du Fröhliche“ und die Bayernhymne zu singen.
Zahlreiche Promis waren zum Adventskonzert und dem anschließenden Empfang gekommen, darunter Ex-„Tatort“-Kommissar Udo Wachtveitl, Schauspielerin Veronica Ferres oder Fußball-Weltmeister Paul Breitner. Sein früherer, inzwischen 81 Jahre alter Teamkollege Sepp Maier sorgte mit der ebenso selbstbewussten wie bayerischen Behauptung für Lacher: „Nationalmannschaft kant I scho no spuin“ (Nationalmannschaft könnte ich schon noch spielen).
Er verriet zudem, dass er Weihnachten nicht kocht, sondern das ganz seiner Frau überlässt. Ferres erzählte, sie habe – entgegen ihrer jahrzehntelangen Gewohnheit – erstmals schon Wochen vor Weihnachten den Christbaum aufgestellt. Und Moderatorin Caroline Reiber sagte auf Silbereisens Frage nach ihrem Lieblings-Weihnachtslied: „Lieder wechseln und die Familie wechselt“ – aber Weihnachten bleibe.