Marius Borg Høiby verliert Sonderbehandlung vor Gericht

Trotz gesundheitlicher Bedenken

Marius Borg Høiby verliert Sonderbehandlung vor Gericht


13.02.2026 – 16:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Marius Borg Høiby: Er muss sich vor der Justiz verantworten. (Quelle: Lise Aserud/NTB Scanpix)

Marius Borg Høiby büßt im laufenden Prozess gegen ihn ein Privileg ein: Unterbrechungen darf er künftig nicht mehr im Gerichtspausenraum verbringen.

Die norwegische Polizei hat eine Sonderregelung für Marius Borg Høiby im laufenden Verfahren beendet. Der 29-jährige Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit muss nun wie andere Untersuchungshäftlinge die Gerichtspausen in einer Zelle im Keller verbringen, wie die norwegische Zeitung „Nettavisen“ berichtet.

Bislang durfte sich der Angeklagte während der Unterbrechungen in einem Pausenraum im hinteren Teil des Gerichtssaals aufhalten. Seine Verteidigerin Ellen Holager Andenæs erklärte, diese Ausnahme sei ihm aus gesundheitlichen Gründen gewährt worden.

Die Polizei begründet die Entscheidung damit, dass die bisherige Regelung zu viele Ressourcen beanspruche. Laut seiner Anwältin belastet die neue Situation ihren Mandanten erheblich.

Høiby steht seit dem 3. Februar vor dem Bezirksgericht in Oslo. Gegen ihn liegen 38 Anklagepunkte vor, darunter Vergewaltigung, Körperverletzung und Sachbeschädigung. Am achten Prozesstag zeigte er sich emotional: Bei wiederholten Fragen des Staatsanwalts zu seinem Kokain-Konsum reagierte er mit den Worten, er habe die Frage „so verdammt satt“.

Für den Prozess sind insgesamt 24 Verhandlungstage über sieben Wochen angesetzt. Das Urteil wird für den 19. März erwartet. Das Gericht hat strenge Regeln für Medienvertreter aufgestellt, um die Privatsphäre aller Beteiligten zu schützen.

Die königliche Familie hatte bereits zuvor erklärt, dass sie bei Gefängnisbesuchen keine Sonderbehandlung wünsche, da Marius in erster Linie Staatsbürger sei und nicht offiziell zum Königshaus gehöre. Der 29-Jährige stammt aus einer früheren Beziehung der Kronprinzessin.

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