Marius Borg Høiby überrascht mit Aussage vor Gericht

„Ich wurde verfolgt“

Marius Borg Høiby überrascht mit Aussage vor Gericht


04.02.2026 – 13:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Marius Borg Høiby: Er ist der Sohn von Prinzessin Mette-Marit aus einer vorherigen Beziehung. (Quelle: Lise Aserud/NTB/dpa)

Beim Gerichtsprozess gegen Marius Borg Høiby hat es erstmals eine Aussage des Beschuldigten gegeben. Seine Worte überraschen.

Høiby wird vorgeworfen, vier Frauen vergewaltigt und mehrere Ex-Freundinnen körperlich und psychisch misshandelt zu haben. Die mutmaßlichen Vergewaltigungen fanden laut dem Eröffnungsplädoyer der Staatsanwaltschaft am Dienstag alle nach zunächst einvernehmlichem Geschlechtsverkehr statt – oft nach Abenden mit starkem Alkoholkonsum, an denen die Frauen nicht in der Lage gewesen seien, sich zu verteidigen.

Høibys Verteidigung argumentierte dagegen, der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit habe „alle Handlungen als völlig normale und einvernehmliche sexuelle Beziehungen wahrgenommen“. Mit Spannung wurde deshalb seine Aussage am Mittwoch erwartet.

Mit brüchiger Stimme und begleitet von Tränen sagte er: „Seit ich 3 Jahre alt bin, wurde ich von der Presse verfolgt. Sehr wenige hier können sich mein Leben vorstellen. Ich war in Norwegen nur als der Sohn von Mama bekannt und hatte ein großes Bestätigungsbedürfnis. Das hat sich in Sex, Alkohol und so weiter geäußert.“

Nach den ersten Ausführungen fängt sich der 29-Jährige: Mit verschränkten Armen sitzt er da und blickt den Richter direkt ins Gesicht. Wie die norwegische Zeitung „VG“ in ihrer Live-Berichterstattung schreibt, sagt Marius weiter: „Ich finde es unglaublich schwierig, vor so vielen Menschen zu sprechen.“ Dann kommen ihm die Tränen. Er greift nach einem Taschentuch, nimmt die Brille ab und trocknet sich die Tränen.

Insgesamt umfasst die Anklage gegen den aus einer früheren Beziehung von Mette-Marit stammenden Sohn der Kronprinzessin 38 Punkte, Hoiby drohen bis zu 16 Jahre Haft. Zum Prozessauftakt hatte der 29-Jährige am Dienstag die Vergewaltigungsvorwürfe zurückgewiesen und auch in anderen schwerwiegenden Anklagepunkten auf nicht schuldig plädiert.

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