Marius Borg Høiby: Mette-Marits Sohn dementiert Vergewaltigungsvorwürfe

38 Anklagepunkte

Høiby gesteht Aufnahmen während sexueller Handlungen


Aktualisiert am 03.02.2026 – 10:35 UhrLesedauer: 3 Min.

Marius Borg Høiby: Er ist der Sohn von Prinzessin Mette-Marit aus einer vorherigen Beziehung. (Quelle: Lise Aserud/NTB/dpa)

Die Vorwürfe wiegen schwer: Marius Borg Høiby ist unter anderem wegen Vergewaltigung angeklagt. Nun startet sein Gerichtsprozess.

Prozessauftakt im Fall Marius Borg Høiby. Der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin muss sich vor Gericht verantworten. Er ist in 38 Punkten angeklagt, darunter Vergewaltigung, Körperverletzung und Drogenvergehen. Høiby soll mehreren seiner Ex-Freundinnen gegenüber gewalttätig und sexuell übergriffig geworden sein. Einige der Taten soll er begangen haben, während die mutmaßlichen Opfer schliefen, er soll sie währenddessen gefilmt haben.

Der Angeklagte war am Sonntagabend zudem wegen weiterer Gewaltvorwürfe von der Polizei festgenommen worden. Gegenstand des Prozesses sind diese vorerst nicht. Die mediale Aufmerksamkeit für den Fall, der nun in Oslo verhandelt wird, ist groß, denn er entscheidet nicht nur über Høibys Zukunft, sondern auch über das Image des norwegischen Königshauses. Am 3. Februar startete das Verfahren.

Der Prozessauftakt war für 9.30 Uhr angesetzt, zwei Minuten nach dem offiziellen Start traf laut der norwegischen Zeitung „Verdens Gang“ Marius Borg Høiby im Gerichtssaal 250 ein. Er nahm zwischen seinen Verteidigern Ellen Andenaes und Petar Sekulić Platz. Der 29-Jährige trage eine schwarze Brille und sei mit einem braunen Pullover bekleidet. Er soll zu Beginn noch selbstbewusst, bei Verlesen der Anklageschrift jedoch erschüttert gewirkt haben.

Høiby bekannte sich auf Nachfrage des Staatsanwaltes zu den Vorwürfen der Vergewaltigung in mehreren Fällen sowie des Missbrauchs in engen Beziehungen nicht schuldig, wie die Zeitung berichtet. Zum Vorwurf der schweren Körperverletzung und des rücksichtslosen Verhaltens habe er sich teilweise schuldig bekannt. So soll Høiby mindestens 172 Telefonanrufe und eine Reihe von Nachrichten an eine Frau geschickt haben, was er vor Gericht einräumte.

Zudem bestätigte er, ohne Zustimmung Fotos vom Bauch einer Frau während sexueller Handlungen gemacht zu haben. Außerdem gab er ein schweres Drogenvergehen zu. Laut Anklageschrift soll er im Juli 2020 mindestens 3,5 Kilogramm Marihuana erhalten, weitertransportiert und an eine andere Person übergeben haben, was er bestätigte. Insgesamt gab er 24 von 38 Anklagepunkte zu.

Während der Verlesung der Anklageschrift, soll Høiby noch gestanden haben, im Anschluss sei er jedoch zwischen seinen Verteidigern über einem Tisch zusammengesunken. Er soll während des Redeanteils des Staatsanwaltes auf einem Blatt Papier schreiben oder zeichnen.

Vor Prozessbeginn hatte Staatsanwalt Sturla Henriksbo in einem Gespräch mit „Verdens Gang“ geäußert, dass die neuen Vorwürfe gegen Høiby Gegenstand laufender polizeilicher Ermittlungen seien. Sollten Anklagen erhoben werden, stelle sich die Frage, ob sie in den vorliegenden Fall einbezogen werden sollten.

Aktie.
Die mobile Version verlassen