Fünf Vergehen
Blutdoping: Ex-Tennis-Star für vier Jahre gesperrt
17.03.2026 – 10:24 UhrLesedauer: 1 Min.
Marinko Matosevic bestritt zunächst alle Vorwürfe des Dopings – dann gestand der frühere Tennisprofi. Die Sperre trifft ihn auch in seiner neuen Rolle.
Der frühere Tennisprofi Marinko Matosevic ist mit einer vierjährigen Sperre belegt worden. Das teilte die International Tennis Integrity Agency (ITIA) mit. Der Grund: Verstöße gegen die Anti-Doping-Regeln. Matosevic bestritt zunächst alle Vorwürfe, doch bekannte dann, Blutdoping betrieben zu haben. Ein unabhängiges Schiedsgericht stellte fünf Vergehen des 40-Jährigen fest – begangen zwischen 2018 und 2020.
Laut ITIA zählen zu den Verstößen „die Anwendung einer verbotenen Methode durch Blutdoping und die Unterstützung eines anderen Spielers beim Blutdoping“. Matosevic habe zudem „anderen Ratschläge gegeben, wie man positive Tests vermeiden kann“ sowie „die verbotene Substanz Clenbuterol verwendet und besessen“. Das Medikament dient der Behandlung von Asthma und Atemproblemen, wird von manchen Sportlern aber als nicht zugelassener Leistungssteigerer missbraucht.
Matosevic war von 2003 bis 2018 als Profi aktiv, hatte zeitweise Weltranglistenplatz 39 belegt und bei allen vier Grand-Slam-Turnieren gespielt. Die nun gegen ihn verhängte Sperre gilt bis 2030 und schließt ihn von allen von der ITIA autorisierten Tennisveranstaltungen und -aktivitäten aus – darunter ATP- und WTA-Turniere.
Dem Australier ist es nun auch untersagt, Spieler zu trainieren oder mit ihnen zu arbeiten. Zuletzt hatte er die australischen Profis Chris O’Connell (ATP-130.) und Jordan Thompson (ATP-121.) betreut. Hinweise darauf, dass auch die beiden gegen Anti-Doping-Regeln verstoßen haben, gibt es nicht.
