
Zeugen bringen ihn zu Boden
Mann schießt am Hauptbahnhof unvermittelt auf Reisenden
27.11.2025 – 18:01 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein polizeibekannter Mann schießt am Hauptbahnhof in Berlin auf einen anderen Mann. Dieser bleibt unverletzt. Der Tatverdächtige muss sich wegen mehrerer Verfahren verantworten.
Am Hauptbahnhof in Berlin hat am Dienstagabend ein Mann mit einer CO2-Waffe auf einen Reisenden geschossen. Dabei handelt es sich um eine Art Luft- oder Gasdruckwaffe. Zu der Tat kam es gegen 18.15 Uhr im Eingangsbereich, teilte die Bundespolizei mit. Der am Rücken getroffene 43-Jährige blieb bei der Attacke unverletzt, heißt es.
Zwei Zeugen, die die Tat beobachteten, hätten die täuschend echt aussehende Waffe bemerkt. Sie hätten den Tatverdächtigen daraufhin überwältigt und ihn festgehalten. Alarmierte Einsatzkräfte der Bundespolizei nahmen den Mann den Angaben zufolge fest und beschlagnahmten die Waffe als Beweismittel.
Das war nicht das Einzige, was der 21-jährige Mann dabeihatte: Bei der Durchsuchung stellten die Beamten demnach insgesamt 149 Stahlkugeln, einen Schalldämpfer für die Waffe, ein Cuttermesser sowie zwei Werkzeuge sicher. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab laut Polizei einen Wert von 2,32 Promille. Bei dem Mann handele es sich um eine polizeibekannte Person.
Die Bundespolizei leitete Ermittlungen wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung, Bedrohung, Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten sowie wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz ein. Die Beamten brachten den 21-Jährigen in einen Gewahrsam. Ein Haftrichter ordnete anschließend Untersuchungshaft an.
Laut der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen wird bei etwa zwei Promille das Betäubungsstadium erreicht. Störungen des Gedächtnisses und der Orientierung treten auf.